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FAHRSCHEINKAUF
IN STRASSENBAHN UND BUS:
Bitte
Fahrgeld abgezählt bereithalten!
Vorverkaufsfahrscheine
zum Preis von 19 Schilling sollten eigentlich in keiner Brieftasche fehlen.
Man fährt mit ihnen nicht nur günstiger, sondern muß auch
kein Kleingeld bereithalten. Für den Fahrscheinkauf im Bus oder in
der Straßenbahn sind 22 Schilling in Münzen erforderlich.

Häufiges Geldwechseln
durch den Straßenbahnfahrer oder
den Buslenker kann mitunter zu Verspätungen führen.
85 Prozent der Fahrgäste der Wiener
Linien fahren mit längerfristigen Zeitkarten, 15 Prozent mit kurzfristigen
Zeitkarten, Streifenkarten oder Vorverkaufsfahrscheinen. Nur 0,4 Prozent
der erwachsenen Fahrgäste kaufen den Fahrschein erst im Straßenbahnwagen
oder im Bus, das waren 1998 2,6 Millionen Menschen. Dazu kommen noch 180.000
Halbpreisfahrscheine, die im Jahr 1998 bei Automaten in Straßenbahnen
oder Bussen gelöst wurden.
Seit 1989, also seit 10 Jahren, blieb der Fahrpreis für im Fahrzeug
gelöste Fahrscheine mit 20 bzw. 10 Schilling (Halbpreis) unverändert,
erst heuer mußte er um 10 Prozent auf 22 bzw. 11 Schilling angehoben
werden. Das bedeutet, daß vermutlich die Zahl jener Fahrgäste,
die kein Kleingeld für den Fahrscheinkauf bei sich haben, steigen
könnte. Ein scheinbar unbedeutendes Problem, das sich jedoch auf
die Einhaltung der Fahrpläne fatal auswirken könnte.
Geldwechseln
in Einzelfällen möglich
Die Tarifbestimmungen sehen zwar vor, daß das Fahrgeld
abgezählt bereitzuhalten ist, dennoch bemühen sich die Wiener
Linien, jenen Fahrgästen, die kein Kleingeld haben, behilflich zu
sein. Fahrer haben daher einen allerdings aus Sicherheitsgründen
begrenzten Geldwechselvorrat bei sich. Der aber auch einmal zur
Neige geht, speziell auf jenen Linien, die häufig von Touristen in
Anspruch genommen werden.

Im Vorverkauf kostet
eine Fahrt für Erwachsene 19 Schilling,
am Automaten in Straßenbahn oder Bus 22 Schilling.
Der einheitliche Nachttarif (im Autobus) beträgt jetzt 15 Schilling.
Im Vorverkauf kommt das 4er-Vorteilsticket günstiger.
Geldwechseln
verzögert Weiterfahrt
Was meist nicht bedacht wird: Wenn der Fahrer bzw. die
Fahrerin Geld wechselt, dann verlängert das den Stationsaufenthalt
um zumindest eine Grünphase. Im Einzelfall läßt sich die
Verspätung vielleicht rasch aufholen, bei häufigen derartigen
Verzögerungen summieren sich jedoch die verlorenen Minuten. Was das
für alle anderen Fahrgäste bedeutet, liegt auf der Hand.
Wenn man also kritisiert, daß Fahrer beim Geldwechseln bisweilen
ungeduldig werden, sollte man bedenken: Das Interesse der Fahrgäste
ist es, rasch weiterzukommen und nicht zu lange an der Haltestelle zu
warten. Pünktlichkeit und regelmäßige Intervalle werden
aber durch unerwartete Verzögerungen gestört. Daher macht die
Vorschrift Fahrgeld abgezählt bereithalten durchaus Sinn
im Interesse der Mehrheit der Fahrgäste.


Auf Kleinplakaten
in den Fahrzeugen werden die Fahrgäste in humorvoller
Weise darauf aufmerksam gemacht, daß sich Schwarzfahren nicht lohnt.
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