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KOMBITHERME
ODER WÄRMEZENTRUM:
Warmes
Wasser und warme Räume
Forschung
und Entwicklung auf dem Gebiet der Heiztechnologien mit Erdgas haben immer
perfektere Geräte hervorgebracht, die dennoch Energie sparen. Denn
seit dem guten, alten Durchlauferhitzer hat sich eine Menge
verändert.
Die sogenannten Kombithermen sind in Wien die am meisten verwendeten Gasgeräte
zur Wohnungsbeheizung, die auch gleichzeitig warmes Wasser bereiten können.
Sie arbeiten nach dem Prinzip der schon Jahrzehnte verwendeten Durchlauferhitzer
und eignen sich für Wohnungen bis 200 m2, die zwei bis drei Stellen
haben, an denen Warmwasser gebraucht wird (z. B. Küche, Bad und WC).
Die Kombitherme ist für die meisten Wohnungen die wirtschaftlichste
Form der Warmwasserversorgung und zeichnet sich auch durch geringen Platzbedarf
aus.

Warmwasser
sofort und unbegrenzt
In einem Wärmetauscher wird das zugeführte Kaltwasser erhitzt,
während es durch das Gerät läuft. Dadurch steht sofort
und unbegrenzt lang warmes Wasser zur Verfügung.
Leistungsstufen wie bei Durchlauferhitzern gibt es auch bei Kombithermen.
Es werden Geräte mit 8 kW (= 5 Liter), 18 kW (= 10 Liter) und 24
kW (= 13 Liter) angeboten. Einziger Nachteil dieser Geräte ist, daß
diese um die geforderte Warmwasserleistung zu erbringen
eine viel zu hohe Heizleistung für die durchschnittliche Wiener Wohnung
mit 60 bis 80 m2 haben. Dies bedeutet, daß die beim Heizen oft bis
unter die Hälfte ihrer Leistung gedrosselten Geräte meist nicht
den höchsten erzielbaren Wirkungsgrad im Heizbetrieb erreichen.

Energieeffizienz
im Wärmezentrum
Das sogenannte Wärmezentrum ist eine Kombination aus
einer reinen Heiztherme und einem Warmwasserboiler mit 90 bis 120 Litern
Inhalt. Dadurch ist es möglich, das Gerät eher der geforderten
geringen Heizleistung einer Wohnung anzupassen und den Gasverbrauch zu
reduzieren.
Im Kreislauf wird das Heizwasser im Heizgerät aufgeheizt und über
ein Ventil der Heizung oder dem als Doppelmantelboiler ausgeführten
Speicher zur Erwärmung des Wassers, das zum Waschen gebraucht wird,
zugeführt. Die Boileraufheizung ist über eine Vorrangschaltung
geregelt. Erst wenn das Wasser im Boiler ausreichend aufgewärmt ist,
wird das Heizsystem wieder mit Energie versorgt.
Vorteil bei diesem System ist, daß der volle Wasserdruck am Entnahmehahn
zur Verfügung steht und auch zwei weitere Wasserhähne gleichzeitig
in Betrieb sein können, ohne daß die Wassertemperatur absinkt.
Wenn der Boilerinhalt verbraucht ist, muß allerdings dann etwa 30
Minuten gewartet werden, ehe wieder Warmwasser mit ausreichender Temperatur
zur Verfügung steht.
Ein weiterer Nachteil ist, daß das erwärmte Wasser im Boiler
langsam wieder abkühlt und zur Haltung der Temperatur speziell im
Sommerbetrieb etwas mehr Energie als beim Durchlaufprinzip verbraucht
wird.
Bei beengten Wohnverhältnissen wirkt sich leider auch noch der erhöhte
Platzbedarf negativ aus. Etwa das Volumen einer Kühl-Gefrierkombination
muß zur Verfügung gestellt werden.
Wesentlicher Vorteil dieser Anordnung ist jedoch, daß die Heizleistung
für die Wohnung optimiert werden kann und die Warmwasserleistung
durch das Speichersystem dennoch hervorragend ist.
UNSER TIP
Die Warmwassertemperatur läßt sich individuell regeln, sollte
aber 60° C nicht übersteigen, um einer Verkalkung des Gerätes
vorzubeugen. 1 mm Kalkbelag bedeutet 6 Prozent mehr Energieaufwand.
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