Nr. 139/99

ENTWICKLUNG DER STROMPREISE:
Marktöffnung mit Vernunft
Wettbewerbsfähige Preise – dieses Ziel verfolgt die EU mit der schrittweisen Öffnung der Gas- und Strommärkte. Welche Auswirkungen haben die aktuellen Forderungen mancher Politiker nach einer sofortigen Marktöffnung?

Um der Energiewirtschaft die erforderliche Zeit für die Umstellung vom Monopol in die freie Marktwirtschaft zu geben, sieht die EU eine schrittweise Marktöffnung vor. Diese Überlegung wurde in Österreich bei der nationalen Umsetzung im neuen Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz (ElWOG) berücksichtigt, in dem die schrittweise Marktöffnung gesetzlich vorgeschrieben wurde. Damit bekommen österreichische Stromversorger die Chance, sich rechtzeitig auf den Wettbewerb vorzubereiten. Keine Übergangszeiten und sofortiger Wettbewerb hätten schwerwiegende Folgen.

Chancengleichheit
Die WIENSTROM GmbH ist für Wettbewerb, verlangt aber eine vernünftige Übergangszeit. Bei sofortiger Marktöffnung würden die ausländischen Überkapazitäten an Strom kurzzeitig zu Dumping-Preisen angeboten werden. Dadurch besteht die Gefahr der Zurückdrängung von erneuerbaren Energien und von Strom aus Kraftwerken mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung. Darüber hinaus bedeutet die Forderung nach wirtschaftlich nicht vertretbaren Strompreissenkungen einen Substanzverlust für die österreichischen Elektrizitätsunternehmen. Diese würden dann zu Übernahmekandidaten durch ausländische Großkonzerne. Ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen wäre die Folge.

320 Schilling pro Monat
WIENSTROM bietet schon vor der Marktöffnung seinen Haushaltskunden den zweitgünstigsten Strompreis Österreichs. Auch im Vergleich zu 74 untersuchten Stadtwerken in Mitteleuropa nimmt WIENSTROM mit dem Haushaltstarif eine Top-Position ein.

Um welche Beträge geht es eigentlich? 58 Prozent der WIENSTROM-Haushaltskunden (darunter fallen z. B. Ein-Personen-Haushalte) verbrauchen maximal 2.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und zahlen dafür weniger als 320 Schilling pro Monat. Die Stromrechnung ist daher sehr häufig niedriger als die Telefonrechnung oder der Betrag, den man monatlich zum Tanken benötigt.

Nur etwa 12 Prozent verbrauchen mehr als 4.000 kWh, 11 Prozent der Kunden z. B. Familien, die in Einfamilienhäusern leben, verbrauchen zwischen 3.000 und 4.000 kWh pro Jahr. Üblicherweise wird der Strompreis bei einem Wert von 3.500 kWh pro Jahr verglichen. Und der Vergleich fällt eindeutig zu Gunsten von WIENSTROM aus. Für einen Salzburger Haushalt mit 3.500 kWh Stromverbrauch ist die Rechnung z. B. um 1.893 Schilling höher als bei WIENSTROM.

Auch nach den angekündigten Strompreissenkungen in einigen Bundesländern wird der WIENSTROM-Tarif für Haushalte noch immer billiger sein. Tatsache ist, dass sich Kundinnen und Kunden von WIENSTROM bisher schon Tausende Schilling erspart haben.

Vorbereitung notwendig
Trotz der bereits günstigen Strompreise wird sich die WIENSTROM GmbH konsequent auf eine weitere Marktöffnung vorbereiten. Sich ergebende Kostenvorteile werden weitergegeben. Durch weitere Rationalisierungen im Unternehmen, billigeren Zukauf von Strom und die Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen werden in den nächsten Jahren weitere Preissenkungen möglich sein. Damit profitieren Kunden von WIENSTROM auch in Zukunft.

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77 Prozent der WIENSTROM-Kunden brauchen weniger als 3.000 Kilowattstunden im Jahr.

 



Ein aktueller Strompreisvergleich beweist: WIENSTROM-Kunden genießen Preisvorteile.