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NEUES
SERVICE FÜR BLINDE FAHRGÄSTE:
U-Bahn-Aufzüge
lernen sprechen
Wer
in letzter Zeit vielleicht einmal in einer der U-Bahn-Stationen Schwedenplatz
oder Stubentor mit dem Lift gefahren ist, wird sich vielleicht gewundert
haben, als sich da plötzlich eine Stimme meldete und die nächste
Liftstation ansagte.
Des Rätsels
Lösung: Die Stimme kommt von einem Sprachspeicher. Sie dürfte
übrigens vielen Fahrgästen vertraut sein, denn sie gehört
jenem Sprecher, von dem auch die Stationsansagen in der U-Bahn, in der
Straßenbahn und im Autobus kommen.
Mit diesem Versuch, Aufzügen das Sprechen beizubringen,
erklärt Ing. Ewald Kohout, der für die U-Bahn-Lifte verantwortliche
Techniker der Wiener Linien, wollen wir unseren blinden und sehbehinderten
Fahrgästen helfen und einen weiteren Schritt setzen, um ihnen die
Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erleichtern.
Das akustische System, das seit dem Frühjahr in zwei Stationen gemeinsam
mit dem Aufzughersteller Otis erprobt wurde, hat sich inzwischen bestens
bewährt. In Zukunft sollen damit alle Aufzüge, die über
mehr als zwei Lift-Stationen verfügen, ausgerüstet
werden.
Noch heuer werden die Lifte in den Stationen Stephansplatz, Neubaugasse,
Zieglergasse und Westbahnhof mit Sprachspeichern ausgestattet. Im nächsten
Jahr werden alle anderen Aufzüge mit mehr als zwei Stopps nachgerüstet.
Bei den neuen U3-Stationen Richtung Simmering gehören die sprechenden
Lifte dann schon zur Grundausstattung.
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