Nr. 141/2000

KRÄFTIGER INVESTITIONSSCHUB:
4,3 Milliarden für den öffentlichen Verkehr
Mit einem kräftigen Investitionsschub will die Stadt Wien dafür sorgen, dass der Trend zu U-Bahn, Straßenbahn und Autobus auch weiterhin anhält. Die Stadt Wien investiert daher heuer 4,3 Milliarden Schilling in Verbesserungen und Modernisierungen bei den Wiener Linien.

Komfort, Pünktlichkeit und Sicherheit – unter diesem Motto stehen die Verbesserungen, die in den letzten Jahren bei den Wiener Linien vorgenommen wurden. Der Erfolg gibt dem Unternehmen Recht. Trotz des parallel stattfindenden Autobooms können die Wiener Linien – im Gegensatz zu den Verkehrsunternehmen in vielen anderen Städten – laufend Fahrgastzuwächse verzeichnen. Mehr als 700 Millionen Fahrgäste bedeuten einen Marktanteil von 32 Prozent an allen Wegen in Wien. Damit stehen die Wiener Linien im Spitzenfeld der städtischen Verkehrsunternehmen Europas.

602 Millionen für neue Niederflurstraßenbahnen
Die Niederflurstraßenbahn (ULF) entspricht voll dem Trend zu mehr Komfort und bequemerem Einsteigen. Um dieses Service bieten zu können, werden heuer Niederflurstraßenbahnen um 602 Millionen Schilling angeschafft. 40 ULFs sind derzeit bereits im täglichen Linienbetrieb auf den Linien 6, 65 und 67 unterwegs. Weitere 20 Fahrzeuge kommen dieses Jahr dazu.

Nach der Remise Favoriten, die bereits „ULF“-tauglich ist, werden auch die Remisen Ottakring und Floridsdorf adaptiert. Damit wird auch der Einsatz des ULF auf Linien, die in diesen Remisen stationiert sind, möglich sein.

Alle 10 Tage ein neuer Niederflurbus
Von den 503 Autobussen der Wiener Linien sind bereits 253 – also mehr als 50 Prozent – in Niederflurbauweise ausgeführt. Dieses Jahr werden weitere 193,4 Millionen Schilling für die Anschaffung von 25 Niederflurgelenkbussen und neun Niederflurnormalbussen bereit gestellt.

Pünktlichkeit und regelmäßige Intervalle
In den weiteren Ausbau des rechnergesteuerten Leitsystems (RBL) für die Straßenbahnen und Autobusse der Wiener Linien werden dieses Jahr weitere 60 Millionen Schilling investiert. Damit soll die Regelmäßigkeit der Intervalle und die Pünktlichkeit von Straßenbahnen und Bussen gesteuert werden.

Fünf Linien (7A, 18, 31, 67 und 67A) sind derzeit bereits ins System integriert. Weitere Linien – wie 6, 26, 33, 46 und 48A – folgen im Jahr 2000. Auch die NightLine wird Mitte des Jahres 2000 über das RBL gesteuert.

U-Bahn-Bau: 2,4 Milliarden
Im Jahr 2000 wird mit Hochdruck an der Fertigstellung der Verlängerung der U3 von Erdberg nach Simmering gearbeitet. Das letzte Teilstück umfasst vier neue Stationen und wird am 2. Dezember 2000 eröffnet. Dafür wurden für das Jahr 2000 963,7 Millionen Schilling veranschlagt.

Für die geplante Verlängerung der U2 nach Aspern im Rahmen der 3. Ausbauphase muss die alte U2-Strecke neu adaptiert werden. Dafür sind 438,7 Millionen Schilling im Investplan 2000 vorgesehen.

U6-Intervalle werden dichter
Um die Intervalle auf der Linie U6 weiter verdichten und – voraussichtlich ab September 2000 – außerhalb der Hauptverkehrszeit mit jedem Zug bis Siebenhirten durchfahren zu können, müssen um insgesamt 287 Millionen Schilling zusätzlich zehn neue U-Bahn-Niederflurwagen der Type „T“ angeschafft werden (Jahresanteil 2000: 54,9 Millionen Schilling).

Lifteinbauten: 150 Millionen
Um allen Fahrgästen ein leichtes und sicheres Erreichen der Bahnsteige zu ermöglichen, sind Aufzugseinbauten in jenen U-Bahn-Stationen, die noch über keinen Lift verfügen, daher ein besonderes Anliegen der Wiener Linien.

Dieses Jahr sind 148,8 Millionen Schilling für Lifteinbauten in Stationen der U1, U2 und U4 vorgesehen.

Um den einwandfreien und sicheren Betrieb der bestehenden Rolltreppen zu gewährleisten, werden für Generalsanierungen im Jahr 2000 ca. 36 Millionen Schilling aufgewendet.


Betriebskostenzuschuss 2000 rund 3,8 Milliarden Schilling
Weitere 3,8 Milliarden Schilling sind im Budget der Stadt Wien – über die Investitionen von 4,3 Milliarden Schilling hinaus – für die Wiener Linien als Betriebskostenzuschuss für das Jahr 2000 vorgesehen.