Nr. 145/2000

BUSLENKER VERKAUFEN TICKETS:
Wiener Linien ersetzen Automaten durch Chauffeure
85 Prozent der Fahrgäste der Wiener Linien fahren mit längerfristigen Zeitkarten, knapp 15 Prozent mit kurzfristigen Zeitkarten, Streifenkarten oder Vorverkaufsfahrscheinen. Der Anteil der Fahrscheinverkäufe in den Fahrzeugen ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Nur noch 0,4 Prozent der erwachsenen Fahrgäste kaufen den Fahrschein erst im Straßenbahnwagen oder im Bus.

Detaillierte Erhebungen der Wiener Linien zeigen darüber hinaus, dass in den Bussen deutlich weniger Fahrscheine gekauft werden als in den Straßenbahnen. Der Aufwand zur Instandhaltung und Wartung der Automaten ist bei den Bussen aber ungleich größer als bei der Straßenbahn, da die Geräte im Busbetrieb wesentlich größeren Belastungen durch Erschütterungen ausgesetzt sind.

Daher werden die Wiener Linien die teuren und wartungsintensiven Verkaufsautomaten in den Bussen in Zukunft einsparen. Der Fahrscheinverkauf wird von den Lenkerinnen und Lenkern übernommen. Da im Schnitt pro Tag und Bus nur einige wenige Fahrscheine verkauft werden, wird die Umstellung auch keinen spürbaren Einfluss auf die Dauer der Stationsaufenthalte haben.


NightLine-Fahrscheine auch am Automaten im Bus

In den NightLine-Bussen bleiben die Fahrscheinausgabeautomaten weiterhin erhalten, da im Nachtverkehr doch sehr viele Kunden ihr Ticket erst im Bus kaufen. Auch bei der Straßenbahn wird es die Fahrscheinautomaten weiterhin geben.
Durch das Fahrpersonal werden – so wie bisher beim Automaten – zwei Typen von Fahrscheinen ausgegeben: Vollpreisfahrscheine zu 22 Schilling und Halbpreisfahrscheine zu 11 Schilling. Diese Fahrscheine müssen übrigens nach dem Kauf von den Fahrgästen selbst entwertet werden.

Auf den Linien 24A, 25A, 30A und 36A erfolgt der Fahrscheinverkauf durch das Fahrpersonal bereits seit Schulbeginn. Bis Jahresende werden auch alle anderen Buslinien auf das neue System umgestellt sein.