Nr. 146/2000

NEUE TECHNOLOGIEN RICHTIG EINSETZEN:
Brennwerttechnik: Was sie kann und was sie kostet
Die Brennwerttechnik ist eine umweltfreundliche zukunftsweisende Technologie, die es ermöglicht, Erdgas bei Heizungen sparsam und effizient einzusetzen. Das hilft, Energiekosten zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Aber auch die beste und modernste Technologie bringt nur dort etwas, wo sie richtig eingesetzt wird. Wo welches Gerät Sinn macht, ist für Laien oft schwer zu erkennen. WIENGAS bietet vor dem Gerätekauf kostenlose Beratung an.

Neben den unbestreitbaren Vorteilen der modernen Brennwertkessel, die seit einigen Jahren im Handel angeboten werden, gibt es nämlich auch einige Nachteile. So sinnvoll diese Geräte beim Einsatz in Einfamilienhäusern sind, bei der Nutzung in – vor allem älteren – Wohnungen können sich manchmal beinahe unüberwindbare Hindernisse beim Einbau ergeben. Unser Tipp: Lassen Sie sich unbedingt von den unabhängigen WIENGAS-Experten beraten! Sonst könnte eine falsche Entscheidung viel Geld kosten und eine Menge unnötigen Ärger verursachen.

Nur bei speziellen Kaminen möglich
Durch die starke Abkühlung der Abgase bei der Brennwerttechnik entsteht kein ausreichender Auftrieb im Kamin, der den Abzug der Abgase ermöglicht. Um einen einwandfreien Abtransport zu ermöglichen, ist daher der Einsatz von im Gerät integrierten Absaugventilatoren notwendig. Dies erfordert meistens – abhängig vom Querschnitt – einen überdruckfesten Kamin, der auch feuchtigkeitsbeständig ist. Durch die geringen Abgastemperaturen fällt nämlich noch vorhandener Wasserdampf im Abgas als Wasser im Kamin aus.

Beide Eigenschaften weist ein herkömmlicher Kamin nicht auf. Neueste Geräteentwicklungen versuchen allerdings bereits, das Problem der feuchten Abgase in den Griff zu bekommen. Laut Hersteller ist der Anschluss dieser Geräte damit an ein herkömmliches Rauchfangsystem möglich.

Höhere Kosten – mehr Platzbedarf
Neben möglichen Nebenkosten für die Adaptierung des Rauchfangs ist auch ein Gasgerät, das zur Brennwertnutzung eingerichtet ist, um etwa 25 bis 50 Prozent teurer als ein vergleichbares herkömmliches Gasgerät.

Letztendlich ist bei der Brennwertnutzung auch die Dimensionierung der Radiatorenflächen zu beachten. Durch die niedrigen Heizwassertemperaturen von 40 bis 50 °C müssen die Heizkörper bis zu doppelt so groß sein wie bei herkömmlicher Auslegung. Neben den doppelten Kosten für Heizkörper kann daher auch ein Platzproblem durch die größeren Heizkörper entstehen.

Unbedingt bei WIENGAS beraten lassen!
WIENGAS steht dieser topmodernen Technologie – trotz der bisweilen dafür nötigen Zusatzaufwendungen – äußerst positiv gegenüber. Durch die hocheffiziente Verbrennung und die geringe Umweltbelastung ist der Brennwerttechnik, wo immer es möglich ist, vor allem aus Gründen des Umweltschutzes der Vorzug zu geben.

Allerdings müssen bei diesem Heizsystem alle Komponenten exakt aufeinander abgestimmt sein. Vor der Anschaffung eines Brennwertgerätes sollte daher unbedingt – neben der wirtschaftlichen Überprüfung der Investition – auch die technische Machbarkeit im jeweiligen Fall untersucht werden.

Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, unterstützen Sie die WIENGAS-Spezialisten gern und kostenlos. Ihren speziellen Gesprächstermin vereinbaren Sie unter der Tel.-Nr. (01) 401 28/2828 täglich von 8 bis 15.30 Uhr.

www.erdgasinfo.at

Was bedeutet „Brennwerttechnik“?
Unter dem Begriff Brennwerttechnik wird die effiziente Brennstoffnutzung verstanden. Gegenüber den bisherigen Systemen bringt die Brennwerttechnik neben der guten Brennstoffausnutzung auch eine geringere Schadstoffbelastung der Luft.

Bei der Brennwerttechnik gelingt es, die im Brennstoff gebundene Wärme beinahe vollständig zu nutzen. Durch eine starke Abkühlung der Abgase und die damit verbundene Kondensation des im Abgas (durch die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen wie Erdgas) entstandenen Wasserdampfes kann das Abgasvolumen bei gleichem Wärmegewinn reduziert werden. Dies bedeutet gleichzeitig weniger CO2 bei gleicher Wärmemenge. Der zweite umweltrelevante Vorteil ist die geringere Schadstofferzeugung bei der Verbrennung. Dies wird durch die niedrigeren Verbrennungstemperaturen der modernen, meist keramischen Vormischbrenner erreicht. Vor allem entsteht wesentlich weniger Stickoxid (NOx), bei den modernsten Geräten nur noch ein Zehntel gegenüber herkömmlichen Gasgeräten. Natürlich bedeutet bessere Brennstoffausnutzung neben den Umweltvorteilen auch geringere Betriebskosten – hier haben Brennwertgeräte zumindest einen Wirkungsgradvorteil von 10 Prozent gegenüber modernsten herkömmlichen Gasgeräten gleicher Type.