Nr. 153/2002

ÖKOLOGISCHE STROMERZEUGUNG – WIEN ZEIGT, WIE ES GEHT:
KWK statt AKW
Sie zählt zu den intelligentesten Formen der Energienutzung: die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in den kalorischen Kraftwerken. Sie garantiert die Strom- und Fernwärmeversorgung im Wiener Raum und macht uns weniger abhängig von ausländischen Stromlieferanten. Strom, den wir selbst erzeugen, ist mit Sicherheit kein Atomstrom. Und immer mehr Wienerinnen und Wiener sagen: „Das ist uns auch etwas wert – der KWK-Zuschlag macht Sinn!“



WIENSTROM-Direktor DI Friedrich Pink:
„Stromerzeugung mit KWK schützt die Umwelt, weil dadurch der Schadstoffausstoß verringert wird.“

Die Wiener Luft ist besser
Wenn anderswo dicke Luft herrscht, sind die Wiener besser dran. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den USA werden jährlich pro Einwohner 20,3 Tonnen Kohlendioxid freigesetzt, in Deutschland sind es immerhin noch 10,7 Tonnen. Der österreichische Durchschnitt liegt bei 7,7 Tonnen, und Wien liegt mit 5,7 Tonnen deutlich darunter. Mitverantwortlich für dieses gute Ergebnis sind die umweltfreundlichen Kraftwerke mit KWK.

Dazu WIENSTROM-Direktor DI Friedrich Pink: „KWK-Anlagen sind mit ihren geringen Emissionen für die Stromproduktion in Ballungsräumen ideal geeignet. Sie gewährleisten eine ausgeglichene Stadtökologie.“

Tonnenweise Emissionen eingespart
In Kraftwerken mit einer KWK wird Strom und Fernwärme gleichzeitig erzeugt – die ausgereifte Technik nutzt den eingesetzten Brennstoff wesentlich besser als herkömmliche Kraftwerke.

DI Pink: „Stromerzeugung mit KWK schützt die Umwelt, weil dadurch der Schadstoffausstoß verringert wird.“
Und das lässt sich nachweisen: In den letzten 25 Jahren wurden alle in Wien gebauten kalorischen Kraftwerke mit einer KWK ausgestattet. Seither sank der Ausstoß an Schwefeldioxid um 99 Prozent, und die Stickoxidemissionen gingen um 87 Prozent zurück.

Alleine im Jahr 2000 konnten durch die KWK-Anlagen 525.000 Tonnen Kohlendioxid und 166.000 Tonnen Heizöl eingespart werden. Das ist nicht nur für Wien erfreulich, sondern für ganz Österreich. Die Wiener KWK-Anlagen bringen uns alle dem Kyoto-Ziel einen Schritt näher.


KWK nutzt saubersten Natur-Brennstoff

Die vier Wiener kalorischen Kraftwerke mit einer KWK-Anlage werden fast ausschließlich mit Erdgas betrieben. Erdgas ist der sauberste Brennstoff der Natur. Es ist sauberer als Öl, Kohle oder Koks. Beim Verbrennen von Erdgas bleibt keine Asche zurück, die man entsorgen müsste.

Die Stromproduktion erfolgt unter strengsten Umweltauflagen. Hochmoderne Filteranlagen, die auf dem letzten Stand der Technik sind, reinigen die Abgase. Die Emissionswerte werden laufend und genauestens überwacht.



Dieses hochmoderne KWK-Kraftwerk in der Donaustadt nahm im Herbst 2001 den Betrieb auf.

KWK-Anlagen können immer …
DI Pink: „Für WIENSTROM hat die saubere Umwelt für die Bevölkerung im Wiener Raum höchste Priorität. Daher wird zukünftig verstärkt Ökoenergie produziert.“

Aber: Wasser- und Windkraft sowie Photovoltaikanlagen unterliegen großen Produktionsschwankungen. Bei zu niedrigem Wasserstand, Windstille oder ohne Sonne kann Strom aus diesen Quellen nicht erzeugt werden. Da können die KWK-Anlagen einspringen. Sie gleichen diese Produktionsschwankungen aus.


Sicher ist sicher

Derzeit reichen die Stromleitungen nicht aus, um Wien ständig von außen mit Elektrizität zu beliefern. Es können maximal 1.470 MW gesichert übertragen werden. Der Höchstbedarf liegt in Wien und Umgebung jedoch bei 1.900 MW. Daher muss Strom auch direkt in Wien erzeugt werden – mit den KWK-Kraftwerken. Die Hauptstadt wird dadurch von Stromlieferanten im In- und Ausland unabhängiger. Auch dieser Aspekt sollte uns etwas wert sein.

DI Pink: „Der KWK-Zuschlag, den alle Stromkunden im Verteilernetzgebiet von WIENSTROM entrichten, sichert den Betrieb unserer KWK-Anlagen. 0,7427 Cent/10,22 Groschen pro verbrauchter Kilowattstunde kosten eine gesicherte Stromversorgung, saubere Luft, reines Wasser und atomfreie Stromproduktion.“



Das neue Info-Center im Kraftwerk Donaustadt
bietet Interessierten umfassende Informationen über die Stromerzeugung.


Fernwärme statt Hausbrand
In den KWK-Kraftwerken wird neben Strom die besonders umweltfreundliche Fernwärme erzeugt – für viele Haushalte eine äußerst komfortable Heizung. Dadurch wird auch der besonders umweltbelastende Hausbrand verringert.

Das im letzten Herbst eröffnete neue Kraftwerk in Donaustadt gewährleistet beispielsweise den Fernwärmeausbau im
21. und 22. Bezirk. Der große Erfolg der Fernwärme macht Wien zu einem Kompetenzzentrum für städtische Wärmelösungen – Wien weiß, wie es geht.


Der Wiener Raum profitiert

Die Wiener Stromerzeugung und der Kraftwerksbau sichern Arbeitsplätze. Auf das hoch qualifizierte Personal in den Kraftwerken können sich die Bürger und WIENSTROM rund um die Uhr verlassen. Ihr beeindruckendes Know-how garantiert einen sicheren Betrieb der Anlagen und somit eine zuverlässige Stromversorgung. Die Wertschöpfung bleibt gleichfalls im Wiener Raum.

DI Pink: „Lange Transportwege, die quer durch Europa gehen können, werden vermieden. Wer möchte schon Hochspannungsleitungen, die durchs ganze Land gehen?“


Wien ist Vorbild

Die EU strebt eine Verdopplung der Produktion von KWK-Energie an. Sie will die KWK-Erzeugung von neun Prozent auf 18 Prozent anheben, damit der CO2-Ausstoß in der EU um vier Prozent verringert wird.

DI Pink: „In Wien haben wir diese Entwicklung bereits vorweggenommen. Wir nutzen die KWK-Anlagen für eine gesunde Luft, weniger Hausbrand und zur Fernwärmeproduktion. Wien ist ein internationales Vorbild, insbesondere für die EU-(Ost-)Erweiterung, wie eine atomfreie Energieversorgung möglich ist.“
Wien liefert schon heute technisches KWK-Know-how in sich entwickelnde östliche Staaten.
KWK statt AKW – Wien zeigt, wie’s geht.

Wenn Sie mehr über den KWK-Zuschlag wissen wollen, informieren Sie sich bitte im Customer Care Center in der Zeit von 7.30 bis 18 Uhr.

Tel.: 0800 501 800
www.wienstrom.at

 

G E W I N N S P I E L

Führung im neuen Kraftwerk Donaustadt

Möchten Sie mehr über die umweltfreundliche KWK-Energieproduktion erfahren? WIENSTROM lädt zwanzig Personen im April 2002 zu einer VIP-Führung im kürzlich eröffneten Kraftwerk Donaustadt ein.

Beantworten Sie unsere Quizfrage:


Wie viele Kraftwerke mit einer Kraft-Wärme-Kopplung stehen in Wien?


Schreiben Sie die Antwort, Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer auf eine ausreichend frankierte Postkarte. Senden Sie die Postkarte an:

WIENSTROM GmbH
Postfach 39
Kennwort: „Donaustadt“
1095 Wien


Einsendeschluss: 15. März 2002


Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über das Gewinnspiel kann kein Schriftverkehr geführt werden. Eine Barablöse ist nicht möglich. Die Gewinner werden schriftlich verständigt.