Nr. 154/2002

EINE INTERNATIONALE VERGLEICHSSTUDIE BEWEIST:
Die Wiener Linien sind Spitze!
Gut abgeschnitten haben die Wiener Linien in einer internationalen Vergleichsstudie über die Kundenzufriedenheit im öffentlichen Verkehr. Im Vergleich mit München, Turin, Barcelona, Stockholm, Oslo, Kopenhagen und Helsinki erreichte Wien in den Kategorien Information und Sicherheit die Führungsposition. Auch in allen anderen Bereichen wurden in Wien Werte erzielt, die über dem Städtedurchschnitt lagen.

Für die BEST-Studie (Benchmarking in European Service of Public Transport) wurden im Frühjahr und im Sommer des Vorjahres 1.000 Fahrgäste aus Wien und Umgebung telefonisch befragt. Gleichartige Studien wurden auch in den sieben anderen europäischen Städten durchgeführt.

In rund 40 Fragestellungen wurden Einstellungen zum öffentlichen Verkehr ermittelt, wobei sowohl Personen befragt wurden, die häufig öffentliche Verkehrsmittel nutzen, als auch Personen, die eher zu seltenen Nutzern zählen. Befragt wurde in allen Städten nach dem gleichen Fragebogen.

Die Befragten gaben ihre Antworten auf einer fünfteiligen Skala (Schulnoten). Neben den Kategorien Angebot, Verlässlichkeit, Information und Informiertheit, Verhalten des Personals, Sicherheit und persönliches Sicherheitsgefühl sowie Bequemlichkeit und Komfort wurden auch Aspekte zum Image der öffentlichen Verkehrsmittel und zum Preis-Leistungs-Verhältnis erhoben.


Ausgezeichnetes Gesamtergebnis für Wien
Erfreulich ist die Tatsache, dass Wien im Städtevergleich gemeinsam mit Helsinki und Barcelona zu den „Gewinnern“ der Studie gehört. In Wien wurden in allen Bereichen Werte erzielt, die über dem Städtedurchschnitt lagen.

Die Wiener Linien landeten überall ausnahmslos unter den besten drei. In den Kategorien Information und Sicherheit konnten sie sogar die Führungsposition erreichen. Aber auch für die Bereiche Komfort, Verlässlichkeit sowie Verhalten des Personals gab es sehr gute Bewertungen.

Insgesamt zeigten sich 80 % mit dem vorhandenen öffentlichen Verkehrsangebot sehr zufrieden, wobei für die Wiener Befragten bei der Beurteilung besonders der Komfort und das Verkehrsnetz zählten.

Gute Verbindungen mit vernünftiger Fahrtdauer und kurzen Intervallen sowie eine gute Eignung der öffentlichen Verkehrsmittel für die Nutzung in der Freizeit oder zum Einkauf waren die Faktoren, die zur Beurteilung dieser Frage herangezogen wurden. Der Anteil jener Personen, die das Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel auf jeden Fall auch weiterempfehlen würden, lag bei 81 %.

Bei der Frage nach der zukünftigen Benutzungshäufigkeit öffentlicher Verkehrsmittel entschieden sich 76 % der Befragten für eine gleichbleibende Nutzungshäufigkeit, 13 % gaben an, das öffentliche Verkehrsangebot noch häufiger nutzen zu wollen.



Warum Benchmarking?
Benchmarking bedeutet nicht, in einem Wettbewerb „Sieger“ oder „Verlierer“ zu ermitteln. Ein Projekt wie BEST bietet aber für alle Teilnehmer eine gute Orientierungshilfe für die weitere Arbeit im eigenen Unternehmen. Die Ergebnisse dienen vor allem der eigenen Standortbestimmung. Hauptziel der Umfrage ist, Vorbilder als solche zu erkennen und durch den Austausch von Ideen und Erfahrungen voneinander zu lernen.

In weiterführenden Diskussionsrunden soll nun ein tiefergehender Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern stattfinden. Die wichtigste Frage an jedes potenzielle Vorbild lautet dabei: „Was tut ihr, um so viele zufriedene Kunden zu gewinnen?“

Für die Wiener Linien bedeuten die ersten Ergebnisse, dass der eingeschlagene Weg der Serviceoptimierung durch vielfältige Maßnahmen konsequent weiterverfolgt werden muss. Dem sehr großen Anteil treuer Wiener-Linien-Kunden soll auch weiterhin die Entscheidung, mit U-Bahn, Straßenbahn und Autobus zu fahren, leicht fallen.