Nr. 154/2002

Kunst im Foyer: Leslie de Melo

Die nächste „Fernwärme-Ausstellung“ zeigt Werke des Bildhauers, Zeichners und Malers Leslie de Melo. Als Sohn indischer Eltern in Dar es Salaam geboren, studierte de Melo bei Prof. Ölzant in Wien Bildhauerei.

Neben subtil-witzigen Kleinplastiken und raumgreifenden Installationen entwickelt der Künstler eine zeichenhafte farbkräftige Malerei, in der er Bildtraditionen seiner Herkunftsländer mit den Möglichkeiten der Moderne der westlichen Welt höchst raffiniert zu verbinden weiß.

Seine Malerei ist erfrischend und unbekümmert. De Melo vermittelt mit seiner Kunst pure Lebensfreude. Die zentrale Thematik seiner Gemälde ist der Baum. Dieser wird neu entdeckt und neu interpretiert. Die Malerei dient dazu als Konstrukt, um die Farbe in den Vordergrund zu rücken.

Die Farben werden nebeneinander gesetzt, um Grenzen zu erzeugen, die Gestalt erkennen lässt. Sie sind kräftig gehalten und auf das Einfachste reduziert. In den Leerräumen des Gemäldes liegt die Zeichnung. Sie deutet auf die verborgene Mystik hin.

Ausstellung: 24. April bis zum 23. Juni,
FERNWÄRME WIEN (Foyer), 9, Spittelauer Lände 45,
täglich von 9 bis 19 Uhr.
Leicht erreichbar mit U4 bzw. U6.
Eintritt frei.