Nr. 155/2002

ÖKOLOGISCHE STROMERZEUGUNG – WIEN ZEIGT, WIE ES GEHT:
KWK statt AKW
„Umweltschonend“, „Intelligente Energienutzung“, „Sicherheit“, „Unabhängigkeit“, das denkt man in Wien und Niederösterreich über die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Der KWK-Zuschlag, der den Betrieb der Wiener KWK-Anlagen sichert, ist für die Bewohnerinnen und Bewohner des Wiener Raums ein gutes Mittel, unsere KWK-Anlagen zu fördern. Denn aktiver Umweltschutz ist uns etwas wert.



Im KWK-Kraftwerk Donaustadt werden Strom und Fernwärme gleichzeitig erzeugt.

Was ist eine Kraft-Wärme-Kopplung?
Mit einer Kraft-Wärme-Kopplung kann ein kalorisches Kraftwerk neben Strom zusätzlich auch Fernwärme erzeugen. Durch die gleichzeitige Erzeugung erhöht sich der Wirkungsgrad von rund 40 Prozent auf bis zu 86 Prozent und der gesamte Brennstoffaufwand verringert sich deutlich. Dies trägt wesentlich zur Reduzierung der Luftschadstoffe bei. Die erzeugte Fernwärme ersetzt in vielen Haushalten den besonders umweltbelastenden Hausbrand.

Diese umweltschonende Technik ist eine ideale Lösung für Ballungszentren. In Wien sind alle in den letzten 25 Jahren errichteten Kraftwerke mit einer KWK ausgestattet worden. Durch diese Umweltinvestition blieben der Luft Hunderttausende Tonnen Kohlendioxid-, Schwefeldioxid- und Stickoxidemissionen erspart.

Alle Stromkunden im Verteilernetzgebiet von WIENSTROM unterstützen mit dem KWK-Zuschlag die umweltfreundlichen Wiener KWK-Anlagen. Der KWK-Zuschlag beträgt 0,7427 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Ein Beitrag von uns allen für eine gesunde Umwelt, für saubere Luft und reines Wasser.

Dr. Michael Häupl,
Bürgermeister der Stadt Wien


Erst vor kurzem wurde Wien mit Platz zwei in der renommierten internationalen Mercer-Studie über die Lebensqualität von 215 Weltstädten wieder ein ausgezeichnetes Zeugnis ausgestellt. Wesentlichen Anteil an diesem hervorragenden Ergebnis besitzen die überdurchschnittlich guten Lebensbedingungen. Anders als in vielen vergleichbaren Metropolen ist in Wien die Luft sauber und das Wasser von bester Qualität – um nur zwei Beispiele zu nennen, die das Ergebnis einer konsequenten Umweltpolitik sind.

Die Wiener KWK-Kraftwerke tragen wesentlich zu einer umweltfreundlichen Stromproduktion bei. In diesen Anlagen wird Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt. KWK-Kraftwerke nutzen den eingesetzten Brennstoff äußerst effizient und reduzieren die Emissionen auf ein Minimum.

Eine umweltfreundliche Energieerzeugung ist natürlich mit entsprechenden Kosten verbunden. Ich trete daher bei der KWK-Förderung für eine bundeseinheitliche Lösung ein, wie sie bei der Kleinwasserkraft, die vorwiegend den Westen Österreichs betrifft, bereits gefunden wurde.

Michael Schöneich,
Geschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen in Deutschland (VKU)


Die Erzeugung von Strom und Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung leistet einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Die deutsche Wirtschaft hat sich verpflichtet, 45 Mio. Tonnen CO2 bis 2010 einzusparen, 20 Mio. Tonnen durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung.

Auch die Europäische Kommission misst der KWK-Technik eine große Bedeutung für den Klimaschutz zu und strebt eine Verdoppelung der Erzeugung in KWK an. Daneben werden der Energiestandort und die dezentralen Versorgungsstrukturen gestärkt. Heimische Arbeitsplätze in spürbarer Größenordnung werden gesichert bzw. geschaffen. Mit einem neuen Gesetz werden die KWK-Anlagen in Deutschland bundesweit bis zum Jahr 2010 gefördert.

Der VKU vertritt in Deutschland 975 Mitgliedsunternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund 37 Mrd. Euro und 130.000 Beschäftigten. Als Hauptgeschäftsführer des VKU weise ich gern auf die Vorteile bei der Nutzung der KWK hin. Unsere Wirtschaft profitiert und die Lebensqualität steigt.

Dr. Gerhard Heilingbrunner,
Präsident des Österreichischen Umweltdachverbandes


Österreich hat mit der Ratifizierung der Kyoto-Verträge ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz abgegeben. Diesem Bekenntnis müssen in den nächsten Jahren konkrete Taten folgen, um eine Trendumkehr beim Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasemissionen zu erreichen. Im städtischen Gebiet spielen dabei speziell Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur effizienten Nutzung von fossiler Energie eine besondere Rolle.

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein gutes Beispiel für eine Technologie, die eine effiziente und nachhaltige Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Wärme und Strom sichert und gleichzeitig die Klimaschutzbestrebungen sinnvoll unterstützt.

Mit dem Betrieb kalorischer Kraftwerke mit KWK haben die Stadt Wien und WIENSTROM einen wichtigen Impuls für den Klimaschutz gesetzt und sind damit auch einer Forderung des Umweltdachverbandes nachgekommen.


Marianne Mendt,
Schauspielerin und Sängerin


Frau Marianne Mendt wurde von „24 Stunden für Wien“ nach ihrem Auftritt bei der FERNWÄRME WIEN beim Tag der offenen Tür befragt. Wie wichtig ist Frau Mendt eine gesunde Umwelt in Wien?

„Eine gesunde Umwelt ist mir sehr wichtig. Es gefällt mir gut, wenn die Wiener Energieversorgungsunternehmen auf unsere Umwelt Rücksicht nehmen. Das ist eigentlich auch ihre Pflicht, die sie Gott sei Dank wahrnehmen, wie sie mir versichern.“


„24 Stunden für Wien“ hat mit Leserinnen und Lesern
über KWK-Anlagen gesprochen. Hier einige Meinungen:
Erika Roihu:
„Ich finde es auf jeden Fall besser als ein Atomkraftwerk.“
Martin Taraska:
„Ich finde, es ist eine sehr gute Idee, dass die Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden.“
 
           
  Erna Pilch:
„Ich halte viel davon.“
  Hans Wohlmuth:
„Wenn in Wien mehr Energie erzeugt wird, wird die Wertschöpfung auch eine bessere sein.“
 
           
  Hildegard Berger:
„Ich bin aufs Sparen aus. Wir haben am Abend beim Fernsehen auch immer nur ein Licht aufgedreht. Ich bin ganz dafür, wenn das in einer Hand ist, ist das wahrscheinlich auch preiswerter.“
 
Wenn Sie mehr über den KWK-Zuschlag wissen wollen, fragen Sie das Customer Care Center von WIEN ENERGIE!
Tel.: 0800 501 800 (7.30–18 Uhr). www.wienstrom.at