Nr. 158/2002

EIN UNTERNEHMEN, DAS WIEN ENERGIE VERTRAUT:
Der Ströck am Eck: 39x in Wien
Ein Lokalaugenschein bei der Bäckerei Ströck: Das Familienunternehmen in der Donaustadt ist die Nummer drei der heimischen Bäckereien, und trotz der Dimension wird hier immer noch nach Handwerkstradition gebacken – mit WIENGAS und WIENSTROM als langjährigen Partnern.



Das Traditionsunternehmen Ströck beschäftigt 780 Mitarbeiter und
beliefert neben Hotels, Schulen und Spitälern auch große Supermarktketten.

„Noch vier Minuten“ zeigt ein Countdown in der riesigen Backstube die Zeit an, bis aus flaumigem Teig Brote werden. Tafeln mit LED-Zahlen signalisieren, wie lang etwas in welchen Bottichen zu gären, ruhen oder aufzugehen hat. Gutes Brot braucht seine Zeit.

Ein Dutzend kräftige Männer wuchten riesige Schüsseln, schieben Wagen mit ungebackenem und frischem Brot, kneten und formen fast wie im Akkord. Wegen der hohen Temperaturen tragen die Bäcker T-Shirts und kurze Hosen. Metallschüsseln auf Rädern stauen sich abholbereit. Was chaotisch ausschaut, läuft durchaus nach Plan: Gigantische Knethaken walken Mischungen aus Mehlen, Natursauerteig, Körnern, Wasser, Gewürzen und Salz – großteils Familienrezepte.

Handarbeit trotz Maschinen
Im Gegensatz zu anderen Brotfabriken gibt es hier keine Maschine, bei der vorne die Zutaten eingefüllt werden und hinten das fix und fertig verpackte Brot herauskommt. Auch wenn viele Geräte im Einsatz sind, steckt in den Broten und Backwaren noch Handarbeit.

Es wird handwerklich produziert, aber von der Menge her industriell. Nahezu im Dauereinsatz sind insgesamt 75 Ofeneinheiten – beheizt mit Erdgas von WIENGAS.



Familienbetrieb: Gerhard, Gabriele, Robert und Irene Ströck (v. l. n. r.)

Bäckerfamilie aus dem Burgenland
Ursprünglich stammt die Familie Ströck aus dem Burgenland, der Vater gründete das Unternehmen im Jahr 1970. Robert Ströck war gerade einmal 17, sein Bruder Gerhard 19 Jahre alt, als der Vater erkrankte und die beiden von einem Tag auf den anderen den Betrieb übernehmen mussten. Stadlau, Langobardenstraße neun. Das war 1977, und die Bäckerei Ströck ein typischer kleiner „Bäck am Eck“.

Gemeinsam mit der Mutter und zehn Angestellten wurde die Bäckerei dann weitergeführt. In den Achtzigerjahren kamen Gabriele und Irene Ströck dazu und übernahmen mit dem Jawort auch die Mitverantwortung für den Betrieb.



Ströck-Filialen gibt es auch in elf Wiener U-Bahn-Stationen.

Derzeit 39 Filialen
Bis 1991 gab es nur das eine Geschäft im 22. Bezirk. Dann begann das Unternehmen aufzugehen wie Germteig. Derzeit gibt es 39 Filialen in Wien und rund 800 Abnehmer in Wien und Umgebung – neben Hotels, Schulen und Spitälern auch große Supermarktketten, die Ströck mit Bio-Backwaren, der Ja!-Natürlich-Linie, beliefert.

460 Mitarbeiter arbeiten in den Geschäften und weitere 320 an zwei Produktionsstandorten in der Donaustadt, nur ein paar hundert Meter entfernt vom Ur-Geschäft.

Die rote LED-Schrift in der Backstube blinkt. Wieder wird eine Fuhre knusprig frischer Brote aus dem Ofen geschoben. Kurz darauf sind sie bereits auf dem Weg in eines der Ströck-Geschäfte: „Guten Morgen, Wien!!!“