Nr. 161/2003

EINE „HAUSEIGENE“ ERFINDUND:
WIENGAS gewinnt ÖKO-Business Award 2003
Dieses Jahr stand in der Kategorie „Innovationen“ WIENGAS auf dem Siegespodest. Grund für diese Auszeichnung war Johann Franeks Erfindung eines emissionsfreien „Ausblasens“ von Gasrohren und Gasbehältern.



Johann Franek (mit Moderatorin Arabella Kiesbauer) bei der Preisverleihung.

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Wiener Rathaus nahm Prokurist Dipl.-Ing. Dr. Franek von WIENGAS die hohe Auszeichnung in Anwesenheit von Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder entgegen.

Die neue Methode
Bei Revisionsarbeiten oder Reparaturen ist es notwendig, die entsprechenden Anlagen vorher gasfrei zu machen. Dabei wird durch das Einbringen von Stickstoff das Erdgas in das übrige Rohrleitungssystem gedrückt. Das Freisetzen von Methan in die Atmosphäre wie in der Vergangenheit ist daher nicht mehr notwendig.

Das erspart der Umwelt Belastungen, spart dem Unternehmen Kosten und macht weiträumige Absperrungen wegen einer möglichen Explosionsgefahr des betroffenen Gebietes unnötig.

Dieser technische Vorgang erfordert allerdings eine optimale Strömungsgeschwindigkeit, die aufgrund einer aufwändigen Versuchsreihe entwickelt wurde. Weiters wird beim „Gasausblasen“ der beiden Kugelgasbehälter in Leopoldau für Revisionszwecke während der Stickstoffeinbringung die Methankonzentration am Behälterausgang gemessen.

Unterschreitet diese einen bestimmten Wert, wird die Weiterleitung in das Rohrsystem unterbrochen. Die Abdeckung wird geöffnet und der Stickstoff mit Luft ausgeblasen. Damit sind die Behälter gasfrei und bereit für die Revisionsarbeiten.

„Erfinder“ Franek arbeitet aber schon längere Zeit am nächsten Projekt. Es soll für Industrie und Gewerbebetriebe optimale Voraussetzungen für den Einsatz von Erdgas bei spezifischen Prozessen ermöglichen.