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U1-VERLÄNGERUNG:
U-Bahn-Maulwurf nach
26 Jahren wieder im Einsatz
Erstmals
nach mehr als einem Vierteljahrhundert ist beim Bau der U1-Verlängerung
nach Leopoldau wieder eine Schildbohrmaschine im Einsatz.

Seit
28. Mai gräbt sich der U-Bahn-Maulwurf durch den Untergrund.
Am 26.
Mai 1977 wurde mit Fertigstellung des U1-Streckentunnels zwischen Schwedenplatz
und Nestroyplatz die bewährte Tunnelvortriebsmaschine, der so genannte „Wiener
Maulwurf“, eingemottet. Ab diesem Zeitpunkt kam beim Wiener U-Bahn-Bau
die weltweit angewendete „Neue Österreichische Tunnelbaumethode“ zum
Einsatz.
Aufgrund der extremen geologischen Bedingungen (lockere Bodenstruktur
mit Schotter und viel Wasser) beim Bau der U1-Verlängerung von Kagran
nach Leopoldau musste nun aber der „Wiener Maulwurf“ nach 26 Jahren
wieder aktiviert werden. Die neue Schildmaschine ist ein hochmodernes 45 Meter
langes High-Tech-Gerät,
hat 7 Meter Durchmesser und ein Gesamtgewicht von
500 Tonnen. Sie ist seit 28. Mai im Einsatz. Pro Tag werden etwa 12 Meter
der neuen Tunnelstrecke mitten durch das Grundwasser aufgefahren.
Der Streckenabschnitt
in geschlossener Bauweise besteht aus zwei eingleisigen Tunnelröhren mit
jeweils 420 Meter Länge und liegt zwischen der Andreas-Huger-Gasse
und dem Kagraner Platz. Die Kirche St. Georg am St.-Wendelin-Platz wird dabei
direkt unterfahren.
Die Linie U1 verkehrt derzeit zwischen Reumannplatz und Kagran und hat
14 Stationen. Nun wird sie bis an den nördlichen Stadtrand verlängert.
Seit Herbst 2001 wird an der 4,6 Kilometer langen Verlängerungsstrecke
gebaut.
Im September 2006 wird das neue Teilstück mit den fünf zusätzlichen
Stationen Kagraner Platz, Rennbahnweg, Aderklaaer Straße, Großfeldsiedlung
und Leopoldau in Betrieb gehen.
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