Nr. 165/2004

FAHRGASTINFORMATION IN ECHZEIT FÜR STRASSENBAHN UND BUS:
Schon 150 Count-down-Anzeigen
Seit Jahren sorgt das rechnergesteuerte Betriebsleitsystem (RBL) für mehr Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit bei Straßenbahn und Autobus. Mittlerweile sind bereits mehr als 50 Linien ins Leitsystem integriert. Auch der Ausbau der Fahrgastinformationsanzeigen schreitet zügig voran.

Das RBL basiert auf der automatischen Standorterfassung aller Straßenbahnen und Autobusse über Datenfunk. Unter Verwendung der Fahrplandaten und eines Soll-/Ist-Vergleichs kann die Abweichung zum Fahrplan berechnet werden.

Neben der Anzeige der Fahrplanlage im Fahrzeug ermöglichen es diese Informationen dem Disponenten und dem RBL-System, bei sich anbahnenden Unregelmäßigkeiten sehr frühzeitig lenkend einzugreifen und so für regelmäßigere Intervalle in den Hauptverkehrszeiten und größere Pünktlichkeit bei größeren Intervallen ab ca. 10 Minuten zu sorgen.

Neben der Erfüllung dieser „Hauptaufgaben“ ermöglicht das RBL auch eine dynamische, der tatsächlichen Verkehrssituation entsprechende, ständig aktualisierte Fahrgastinformation. Dazu gehört z. B. die Echtzeitanzeige an den Haltestellen, die dem Fahrgast ankündigt, in wie vielen Minuten der nächste Zug oder Bus einer bestimmten Linie kommen wird.



Informationssäulen im alten (oben) und neuen Design

500 Count-down-Anzeigen sind geplant

Im Rahmen eines Probebetriebs wurden ab Mai 1998 zunächst einmal fünf Informationssäulen mit elektronischer Anzeige getestet. Technisch haben sich die Prototypen bestens bewährt, nur die Lesbarkeit der Anzeigen musste verbessert werden. Mittlerweile haben die Wiener Linien ein neues Design entwickelt.

Die Schriftgröße des Displays ist jetzt doppelt so groß wie bei den „alten“ Anzeigen. Die Anzeigen werden auf Masten oder hängend unterhalb von Stationsdächern montiert. Im Dezember 2000 wurden die ersten neuen Anzeigen entlang der Linie 31 aufgestellt. Mittlerweile sind bereits 150 Anzeigen in Straßenbahn- und Autobushaltestellen in Betrieb.

Die Wiener Linien planen, Schritt für Schritt insgesamt 500 derartige Anzeigen in „Schwerpunkthaltestellen“ zu errichten.