Nr. 165/2004

UMBAUARBEITEN AN DER U2-STRECKE:
Eingleisig zwischen Schottentor und Schottenring
Der Ausbau der alten U2-Strecke – als Vorleistung auf die künftige Verlängerung zum Stadion und weiter in den 22. Bezirk – geht in die finale Phase. Der Umbau der Stammstrecke zwischen Karlsplatz und Schottentor wurde im Herbst abgeschlossen. Jetzt werden die Station Schottenring und die Gleis-Trasse davor bei laufendem Betrieb umgebaut.

Die U2-Stammstrecke wurde in den vergangenen Jahren umfassend umgebaut. Um später auch auf der U2 die auf anderen U-Bahn-Linien üblichen Langzüge einsetzen zu können, mussten in den Stationen Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus die Bahnsteige von 75 Meter auf 115 Meter verlängert werden.

Bereits im Sommer 2001 konnte die neu gestaltete Station Museumsquartier den Fahrgästen übergeben werden. Seit Herbst 2001 ist auch die Station Rathaus, die seither über einen neuen Stationszugang bei der Stadiongasse (Haltestelle der Linie J) verfügt, wieder ohne Einschränkungen für die Fahrgäste benutzbar. Seit Ende September 2003 ist auch die Station Volkstheater mit neuen Ausgängen und Aufzügen, die von den Bahnsteigen direkt an die Oberfläche führen, fertig.

Schottenring wird mehrgeschoßiger Umsteigeknoten

Die Station Schottenring wird durch die Verlängerung der U2 zu einem mehrgeschoßigen Umsteigeknoten. Die beiden bestehenden U2/U4-Mittelbahnsteige werden zu einem breiten Bahnsteig der U4 verbunden, in den der Abgang zur U2 integriert wird. Die neue U2-Station wird quer unter dem Donaukanal (bis zu 15 Meter tief) liegen und zwei getrennte Stationsröhren mit innenliegenden Seitenbahnsteigen erhalten.



Umbau bei laufendem Betrieb

Im Zuge der Bauarbeit an der Verlängerung der Linie U2 muss – aufgrund der neuen Situierung der U2/U4-Verknüpfungsstation Schottenring – auch die Trasse zwischen den Stationen Schottentor und Schottenring geändert bzw. neu gebaut werden. Im Bereich der Maria-Theresien-Straße wird der bestehende, unterirdisch verlaufende U2-Tunnel für den Absprung der neuen Trasse verbreitert und eingetieft.

Der U2-Betrieb zwischen Schottentor und Schottenring kann während der Bauzeit trotzdem aufrechterhalten werden, die bestehende Trasse kann aber nur mehr eingleisig geführt werden. Für die dafür notwendigen Umbauarbeiten musste die U2 während der Semesterferien vorübergehend ganz eingestellt werden.



Ing. Kurt Großkopf, Ombudsmann des U2-Streckenabschnitts,
überwacht die Bauarbeiten.

Kundenfreundliche Lösung während des eingleisigen Betriebs

In der Station Schottenring wurde ein Bahnsteig der Linie U4 (Richtung Hütteldorf) provisorisch verbreitert, sodass bei den Zügen der Linie U2 die Türen auf beiden Seiten geöffnet werden können. Den Fahrgästen steht nun auf beiden Seiten des Zuges ein Bahnsteig zum Ein- und Aussteigen zur Verfügung. Es kann daher von der U2 in die U4 sowohl nach Heiligenstadt als auch nach Hütteldorf direkt am Bahnsteig, ohne dazwischen Stiegen oder Rolltreppen benützen zu müssen, umgestiegen werden.

Diese besonders kundenfreundliche Lösung ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten nur für Kurzzüge realisierbar. Daher werden auf der U2 vorerst weiterhin nur Kurzzüge eingesetzt. Die Intervalle der U2 und die Fahrzeit zwischen Schottentor und Schottenring wurden durch die Umstellung auf eingleisigen Betrieb nicht verändert.