Nr. 167/2004

DENKEN UND ARBEITEN FÜR GENERATIONEN:
Müll gibt verbrauchte Energie tagtäglich zurück
Mit sauberer Energiegewinnung durch Fernwärme beweisen die Wiener Stadtwerke nachhaltiges Agieren im Sinn kommender Generationen.



Die thermische Abfallverwertungsanlage Spittelau:
das zweifellos schönste Bekenntnis der Wiener Stadtwerke
zu Umwelt und nachhaltiger Technologie.

2004 blickt Wien auf 35 Jahre Fernwärme zurück
Führt man sich dazu auch die Details vor Augen, die hinter diesem Energieversorgungssystem stehen, ist es eine einzige Erfolgsgeschichte. 1969 gegen die durch Individualverkehr und Einzelofenfeuerung absehbare rapide Zunahme der Luftverschmutzung in Angriff genommen, konnte die Fernwärme alle in sie gesetzten Hoffnungen mehr als erfüllen.

Einerseits dank ihrer – nach den erneuerbaren Energieträgern – mit Abstand geringsten Emissionen an Kohlendioxid (CO2) pro erzeugter Kilowattstunde Wärme. Andererseits aufgrund der hohen Versorgungssicherheit, die heute durch 15 moderne Erzeugungsanlagen in zehn Fernwärmewerken gewährleistet wird.

Das mittlerweile 983 Kilometer lange Transportnetz erreicht alle Bezirke Wiens. Seine Wärme – 2003 insgesamt 5.426 GWh – kommt mit 74 Prozent überwiegend aus Wiens Erdgaskraftwerken mit umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungen (KWK), die eine Brennstoffausnützung von bis zu 86 Prozent erzielen.

Darunter das modernste Kraftwerk Europas in Wien Donaustadt. Und nur zu 5,6 Prozent aus Spitzenkesseln mit Gas- oder Ölbefeuerung.


Unser Müll macht kaum mehr Mist
20,4 Prozent ihrer Energie bezieht Wien Energie Fernwärme als Grundlast und ganzjährig aus ihrer thermischen Haus- und Sondermüllverwertung.

Die Müllverbrennungsanlagen Fernheizkraftwerk Spittelau, Fernheizwerk Flötzersteig und Fernheizwerk Simmeringer Haide Sondermüllverbrennungsanlage verfügen über hochwirksame Staubabscheidung (Elektrofilter), modernste Rauchgasreinigungs-, Entstickungs- und Dioxinzerstörungsanlagen sowie Reinigungsanlagen zur Aufbereitung der in der Rauchgas-Nasswäsche anfallenden Abwässer. Sie sind auf ihrem Gebiet international beispielgebend.

Neben der Einspeisung von Heißwasser in das Fernwärmenetz sorgen sie aber in erster Linie für die umwelt- und klimaschonende Verbrennung von 58 Prozent des ca. 940.000 Tonnen schweren jährlich anfallenden Wiener Hausmülls und eine Reduzierung der zu deponierenden Abfallmenge auf 10 Prozent des Ausgangsvolumens.

Wien Energie Fernwärme steht damit auch für die Zerstörung der im Abfall enthaltenen organischen Schadstoffe (z. B. Dioxine) und letztlich für die Reduktion von treibhauswirksamen Gasen durch laufende Verbesserung der Rauchgas- und Abwasserreinigungsmaßnahmen.

Die thermische Abfallbehandlung ist derzeit die ökonomisch und ökologisch sinnvollste und nachhaltigste Variante unter allen Entsorgungstechnologien.

Die Broschüre zum Thema „Nachhaltigkeit“

Die Nachhaltigkeits-Broschüre der Wiener Stadtwerke liefert einen Auszug aus den vielen Nachhaltigkeitsaktivitäten des Stadtwerke-Konzerns: von den Maßnahmen zur Emissionsverringerung und Erhöhung der Energieeffizienz über den optimierten und energieschonenden Technik-Einsatz bis zu Informationen und Beratungen zu Energiesparmaßnahmen und intelligenter Energienutzung.

Die Broschüre informiert auch über die Eindämmung des Individualverkehrs sowie über Investitionen in Infrastrukturprojekte bis hin zu Sport- und Kultursponsoringbeiträgen. Zahlen untermauern die Auswirkung bzw. den Erfolg dieser immer auf Langfristigkeit ausgerichteten Maßnahmen.

Die Broschüre kann unter www.wienerstadtwerke.at oder unter der Gratis-Telefonnummer 0800 555 800 bestellt werden.