Nr. 168/2004

RECHNERGESTEUERTES BETRIEBSLEITSYSTEM:
Schon auf 60 Linien „rechnergestützt“ unterwegs
Seit Jahren sorgt das Rechnergesteuerte Betriebsleitsystem (RBL) für mehr Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit bei Straßenbahn und Autobus. Mittlerweile sind ca. 890 Fahrzeuge, davon ca. 390 Autobusse und etwa 500 Straßenbahnen, RBL-tauglich.

Das „Rechnergesteuerte Betriebsleitsystem“, das derzeit nach mehreren Realisierungsschritten schon mehr als 60 Linien erfasst und in den nächsten Jahren flächendeckend ausgebaut wird, basiert auf der automatischen Standorterfassung der Straßenbahnen und Autobusse über Datenfunk.

Jedes RBL-Fahrzeug besitzt einen Bordrechner, der ständig mit einem stationären Leitrechner über Datenfunk in Verbindung steht. Dabei werden alle Fahrzeuge zyklisch (etwa alle 15 Sekunden) nach ihrem Standort abgefragt.

Durch den Vergleich des tatsächlichen Standortes mit dem laut Fahrplan vorgesehenen werden Fahrplanabweichungen sofort festgestellt und sowohl dem Disponenten als auch dem Fahrer angezeigt.

Insgesamt 61 Linien sind derzeit schon ins Leitsystem integriert. Neben den Fahrzeugen von 40 „Tageslinien“ (18 Straßenbahnlinien – D, J, N, 1, 2, 6, 9, 18, 26, 31, 33, 43, 44, 46, 60, 65, 67, 71 – und 22 Buslinien – 4A, 7A, 8A, 9A, 10A, 12A, 13A, 26A, 30A, 31A, 32A, 36A, 48A, 57A, 59A, 62A, 64A, 66A, 67A, 69A, 70A, 74A) kommunizieren auch die Busse aller 21 „NightLines“ permanent via Datenfunk mit dem Leitrechner.

Da das RBL schon kleinste Fahrplanabweichungen registriert, können allmählich sich einschleichende Unregelmäßigkeiten sehr frühzeitig erkannt werden. Es bleibt daher ausreichend Zeit zu disponieren, um größere Störungen zu verhindern.

Grundsätzlich gilt: Regelmäßige Intervalle in den Hauptverkehrszeiten und Pünktlichkeit in jenen Zeiten, in denen größere Intervalle ab ca. 10 Minuten gefahren werden.