Nr. 174/2005

NACHHALTIGKEIT – DENKEN UND ARBEITEN FÜR GENERATIONEN:
Forschen und Entwickeln für die Zukunft
Forschung und Entwicklung nehmen bei den Wiener Stadtwerken einen hohen Stellenwert ein. So ist es möglich, den Kunden ein umfassendes Service auf dem letzten Stand der Technik anbieten zu können, die Effizienz noch weiter zu steigern und neue, zukunftsträchtige Geschäftsfelder zu eröffnen. Hier einige Beispiele …



Die Mitarbeiter/-innen sind wichtige Garanten für die Innovationskraft der Wiener Stadtwerke.

Vernetzt
Wien möchte als Wirtschaftsstandort optimale Voraussetzungen schaffen. Daher setzt man darauf, die Stadt und ihre Bewohner flächendeckend mit Breitbandanschlüssen und damit mit Service und Content zu versorgen. Eine besondere Stellung kommt dabei Wien Energie Wienstrom zu. Denn dieses Unternehmen verfügt dank seiner Leitungsstränge, die zu Recht als das Nervensystem der Stadt bezeichnet werden, über die besten Voraussetzungen, Breitbandinternet in alle Wiener Haushalte zu bringen.

Von zentraler Bedeutung ist dabei das unternehmenseigene Glasfasernetz. Dieses umfasst bereits 1.000 Kilometer Glasfaserkabel und rund 2.000 Kilometer Leerrohre, in die die Glasfaserkabel nur noch eingezogen werden müssen. Damit stehen mehrere zehntausend Haushalte an der Schwelle zu einem neuen Kommunikationszeitalter.


Digitalisiert
Im GNIS (Gasnetzinformationssystem) wurde seit 1984 ein digitaler Datenfluss von der Rohrvermessung bis zur Planerstellung realisiert. Seit 2003 gibt es keine Papierpläne mehr. Damit ist es möglich, das gesamte Versorgungsgebiet Außendienstmitarbeitern tagaktuell mobil zur Verfügung zu stellen. Das Wesentliche an GNIS ist, dass mit der Grafik zugleich die technischen Daten des Gasrohrnetzes wie z. B. Material, Baujahr usw. auf Knopfdruck zur Verfügung stehen.

Alternativ
Von Anfang 2003 bis Juni 2005 führte Wien Energie Gasnetz gemeinsam mit der Fa. Vaillant einen Feldtest mit einer von Vaillant entwickelten Erdgas-Brennstoffzelle durch. Die erzeugte Energie (Strom und Wärme) wurde zur Gänze in das Nahwärmenetz bzw. Stromnetz Simmering eingespeist.



Innovation auf allen Linien: Bei den neuen U-Bahn-Zügen
der Type „V“ gibt es keine getrennten Waggons mehr,
man kann also den ganzen Zug „durchwandern“.

Essenziell
Mit der Planung und dem Bau des größten europäischen Waldbiomassekraftwerks in Wien Simmering werden neue Maßstäbe gesetzt und ein essenzieller Beitrag zum Erreichen des Ökostromziels geleistet. Alles auf dem höchsten Stand der Technik. Die beschränkten und teuren fossilen Ressourcen werden geschont, Emissionsausstoß wird vermieden.

Allein schon der Betrieb des neuen Waldbiomassekraftwerks und der Einsatz technischer Innovationen bedeuten eine CO2-Emissionsverminderung von rund 144.000 Tonnen im Jahr. Mit dem 2006 in Betrieb gehenden Waldbiomassekraftwerk werden rund 48.000 Haushalte mit Strom und rund 12.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden.


Effizient
Als erstes Unternehmen haben die Wiener Linien seit 2002 spezielle Kunsthölzer für den Brückenbau im Einsatz, was eine erhebliche Senkung der Instandhaltungskosten ermöglicht.

Im Bereich der Beheizung der Stationen und Werkstätten sowie bei der Warmwasseraufbereitung wurde durch die Nutzung von Erdwärme und den Einsatz von Solarenergie eine umweltfreundliche Lösung gefunden. Zudem wurden in Forschungsprojekten umweltfreundliche Fahrzeugantriebssysteme analysiert. Die Weiterentwicklung von Fahrzeugbauteilen sowie die ständige Optimierung des Rad-Schiene-Zusammenspiels haben zu einer Reduktion der Verschleißkosten geführt.


Innovativ
Bei den Wiener Linien werden in allen Unternehmensbereichen innovative Kräfte genutzt und gemeinsam mit der Industrie weiterentwickelt. Nicht zuletzt die Gründungsmitgliedschaft bei der vor allem für Forschungszwecke gegründeten Vereinigung „Rail Technology Cluster Austria“ (RTCA) dokumentiert die Wichtigkeit von Weiterentwicklungen und Innovationen bei den Wiener Linien.