Nr. 176/2005

WINTERDIENST DER WIENER LINIEN:
Sicher durch Eis und Schnee
Die Wiener Linien sind bestens darauf vorbereitet, ihre Fahrgäste auch bei Glätte, Eis und Schneefall sicher durch die Stadt zu bringen.

Die Wiener Linien betreuen im Winterdienst 1.135 Straßenbahn-Haltestellen und 443 Straßenbahn-Gleiskilometer, 187 U-Bahn-Gleiskilometer, weiters 1.174 Straßenbahnweichen und 496 U-Bahn-Weichen, 85 U-Bahn-Stationen und beinahe 2.500 Bus-Haltestellen.

Bereits wenn Schnee oder Glätte erwartet werden, sind die Mitarbeiter des Winterdienstes der Wiener Linien in Bereitschaft. In enger Zusammenarbeit mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik auf der Hohen Warte und der Einsatzgruppe der Magistratsabteilung 48 für den Straßendienst werden die erforderlichen Maßnahmen getroffen.

Je nach Wettersituation können bis zu 360 Mitarbeiter der Wiener Linien zur Sicherheit der Fahrgäste im Einsatz sein. Diese werden auf den Schienen durch 42 Triebwagen mit Schneepflug unterstützt. Zur Räumung der Haltestellen, U-Bahn-Stationen und der Zugangsbereiche stehen 16 Groß-Lkws mit Schneepflug sowie mehr als 50 für den Winterdienst speziell ausgerüstete Fahrzeuge, wie z. B. Unimogs mit Schneefräse, Kehrmaschinen und Schneelader, zur Verfügung.

Darüber hinaus stehen im Winterdienst auch Vertragsfirmen bereit. Bei starkem Schneefall werden zusätzlich bis zu 1.200 Schneearbeiter für eine nächtliche Haupträumung aufgenommen.

Die Wiener Linien achten dabei auf die Sicherheit der Fahrgäste, den Umweltschutz und die Wirtschaftlichkeit.

Der Umwelt zuliebe: weniger Auftau- und Streumittel
Die Wiener Linien sind auch bei ihren Winterdienst-Einsätzen umweltfreundlich unterwegs. Durch die Verwendung der Feuchtsalztechnologie ist es möglich, das Auftau- und Streumaterial exakt und umweltschonend einzusetzen und die erforderlichen Mengen beträchtlich zu reduzieren.

Damit werden Boden, Pflanzen, Tiere und Gewässer nachhaltig geschont. Weniger Splitt auf den Straßen führt zu weniger Staub in der Luft, und in einigen Fällen kann sogar ganz auf Splitt verzichtet werden.

Liegenschaftseigentümer sind für Haltestellen auf Gehsteigen zuständig
Die Fahrgäste wollen auch bei winterlichen Bedingungen gefahrlos die U-Bahn, die Straßenbahn oder den Bus erreichen. Gehsteige und auch jene Haltestellenbereiche, die sich auf dem Gehsteig befinden, müssen rechtzeitig von den Hausbesitzern, Hauswarten oder den damit beauftragten Schneeräumfirmen betreut werden.

Diese Pflicht besteht von 6 bis 22 Uhr bei Schneefall und Glätte. Die Wiener Linien sorgen in der Nacht für eine komplette Erstreinigung der Haltestellen.

Bitte um Vorsicht
Selbstverständlich trägt auch jeder Fahrgast seinen Teil zur eigenen Sicherheit im Winter bei. Daher also bitte um erhöhte Aufmerksamkeit, winterfeste Ausrüstung und entsprechendes Verhalten bei Glätte und Schnee!

Schneearbeiter gesucht
Bei starkem Schneefall benötigt der Winterdienst der Wiener Linien zusätzliche Arbeitskräfte. Ob Bedarf besteht, erfährt man unter der Telefonnummer 7909/71081.

Die Anmeldung erfolgt dann direkt an den Aufnahmestellen. Hier gibt’s Schaufeln, Schuber und Warnwesten sowie – am Ende des Einsatzes – die entsprechende Bezahlung. Bei der Anmeldung werden Lichtbildausweis, Sozialversicherungsnummer und Meldezettel benötigt.

Schneetelefon
Da es trotz bester Organisation vorkommen kann, dass der eine oder andere Schneehaufen nicht gleich bemerkt wird oder es in einer Haltestelle trotz Streuung noch rutschig ist, haben die Wiener Linien den Winter über ein eigenes Servicetelefon eingerichtet.

Unter der Nummer (01) 7909/108 stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Linien für Anfragen zum Thema Winterdienst zur Verfügung.