SPALTÜBERBRÜCKUNG FÜR U6-GARNITUREN:
Gummileisten für Rollifahrer
Fahrgästen, die oft mit der U6 unterwegs sind, wird bereits aufgefallen sein, dass an einigen U-Bahn-Garnituren bei allen Türbereichen spezielle gelbe Gummileisten montiert wurden. Sinn und Zweck dieser Nachrüstung: Durch die rund sechs Zentimeter breiten Gummileisten wird der Spalt zwischen dem Fahrzeug und dem Bahnsteig spürbar verringert.

Kooperation mit dem Verein Bizeps
Seit Februar verfügen etliche U6-Züge – jene in Niederflurbauweise – über solche Leisten. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein „BIZEPS – Zentrum für selbstbestimmtes Leben“ gefertigt und fachgerecht von den Wiener Linien montiert.
Die neuen Gummileisten sollen allen Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern, die auf der U6-Strecke unterwegs sind, helfen, leichter ein- und auszusteigen.
Im Rahmen einer Testfahrt am 15. Februar probierte Martin Ladstätter vom Verein BIZEPS mit seinem Elektro-Rollstuhl das Ein- und Aussteigen in den Stationen.
In einigen U-Bahn-Stationen wie etwa in der Josefstädter Straße funktionierte das sehr gut, da der Abstand vom Fahrzeug zum Bahnsteig – dank Gummileiste – wesentlich verringert wurde.
Da aber die U-Bahn-Stationen unterschiedliche bauliche Gegebenheiten aufweisen, gibt es so einen Idealfall leider nicht überall. Besonders bei älteren Stationen mit großen Kurvenradien kann der verbleibende Spalt immer noch eine Barriere darstellen.
78 Garnituren ausgerüstet
Aus technischen Gründen können die Gummileisten nur bei U-Bahnen der Fahrzeugtype T angebracht werden. Seit Anfang April sind alle U-Bahn-Garnituren dieser Type – insgesamt 78 Fahrzeuge – mit den neuen Leisten ausgerüstet.
Die Maßnahme „Gummileiste“ ist eine Innovation der Wiener Linien und gleichzeitig ein großer Erfolg für den Verein BIZEPS, der sich seit Jahren für die Mobilität behinderter Menschen einsetzt.
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