SCHNELL-KATAMARAN VON WIEN NACH BRATISLAVA:
Mit dem Twin City Liner bequem von Stadtmitte zu Stadtmitte
Wien und Bratislava waren viele Jahrhunderte lang eng miteinander verwoben. Die neue Nähe innerhalb der Europäischen Union bringt die beiden Metropolen in einem boomenden Wirtschaftsraum nun wieder zusammen. Mit dem Twin City Liner gibt es ab Juni auch auf der Donau eine entsprechend innovative Verkehrsverbindung.

Ins Leben gerufen wurde die Idee des Twin City Liners bei einer Veranstaltung der Städte Bratislava und Wien im Jahr 2003. Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl präsentierte die erfolgreiche Zusammenarbeit der Wirtschaft beider Städte und die Initiative „Centrope“.
Bratislavas Bürgermeister Andrej Durkovsky erinnerte an die frühere Verkehrsverbindung zwischen Wien und Bratislava, die „gute, alte“ Straßenbahn.
Die gemeinsame Entwicklungsgesellschaft von Stadt Wien und Raiffeisen, Central Danube, nahm den Ball auf und entwarf ein Private-Public-Partnership-Modell zur Realisierung eines gleichzeitig sympathischen wie effizienten Verkehrsträgers: die Innenstadtbereiche der Metropolen sollen auf dem Wasserweg durch eine Schnellschiff-Linie miteinander verbunden werden.
„Unser Interesse liegt in einer engeren Zusammenarbeit zwischen Bratislava und Wien. Nur gemeinsam – das heißt als erfolgreiche Region – können wir im globalen Wettbewerb bestehen“, betont dabei Wiens Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder.
Das Investitionsvolumen für die Einführung des Twin City Liners beträgt rund 3,3 Mio. Euro.
Eine echte City-City-Verbindung
Als Ein- und Ausstiegsstelle in Wien wurde der mit den Wiener Linien leicht erreichbare Schwedenplatz (Abgang Marienbrücke) gewählt. Das Schnellboot fährt vom Zentrum Wiens über den Donaukanal und die Donau und erreicht in 75 Minuten die unmittelbar an der Altstadt gelegene Anlegestelle in Bratislava.
High-Speed-Erlebnis auf der Donau
Die Befahrung des Donaukanals ist aufgrund des niedrigen Wasserstands vor allem in den Sommermonaten mit herkömmlichen Schiffen nur unzuverlässig möglich.
Daher entschied sich Central Danube für eine innovative Schiffstechnologie, einen Schnellkatamaran in Leichtbauweise mit Jet-Antrieb. Er wurde als Prototyp eigens für den Linienverkehr zwischen Wien und Bratislava entwickelt.
Das Schiff bietet mit einer Spitzengeschwindigkeit von 60 km/h nicht nur ein High-Speed-Erlebnis, sondern auch High-Comfort: Der Katamaran ist vollklimatisiert, verfügt über bequeme First-Class-Bestuhlung, Panoramafenster und ein Panoramadeck. Die Fahrgäste können sich an einem Bord-Buffet mit Snacks und Drinks versorgen.

Ein täglicher Linienverkehr
Der Fahrplan des Twin City Liners bietet in der Saison 2006 vom 1. Juni bis zum 29. Oktober täglich verlässlich und pünktlich drei Abfahrten von Wien bzw. drei Abfahrten von Bratislava an.
Es handelt sich also um den ersten täglichen Linienverkehr zwischen den beiden Städten auf der Donau. Außerhalb der Liniensaison steht das Schiff für Sonderfahrten (Charter) auf der Donau bzw. dem Donaukanal zur Verfügung. Ziel der Preisgestaltung ist es, vor allem für Familien attraktive Angebote zu ermöglichen.
Die günstigste Fahrt hin und retour kostet 30 Euro. Kinder bis 2 Jahre fahren gratis, bis 12 Jahre gilt der halbe Preis. Das Schiff ist behindertengerecht ausgestattet, die Mitnahme von Hunden und Fahrrädern ist möglich.
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TWIN CITY LINER
Fakten und Zahlen |
Eigner: Central Danube Region Marketing & Development GmbH
Betreiber: DDSG Blue Danube
Schifffahrt GmbH
Erbauer: Båtservice Mandal, Norwegen, Gründungsjahr: 1948
Material Schiffsrumpf: Aluminium
Baujahr: 2006
Länge: 33 m; Breite: 8,5 m
Tiefgang: max. 0,85 m; Höhe: 6 m
Gewicht leer: 40,5 t; Maximalgewicht: 54 t
Passagiere: 102 Personen
Mannschaft: Kapitän, 2 Matrosen,
1 Stewardess
Antrieb: 2 MTU Diesel-Motore
+ 2 Hamilton Waterjets
Leistung: 1440 kW (1960 PS)
Geschwindigkeit: 30 Knoten (55,56 km/h)
Flatscreens: ja; Musikanlage: ja
Stromanschluss: 240V/380V |
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