EXPERTEN DISKUTIEREN ÜBER KOMMENDE HERAUSFORDERUNGEN:
Nachhaltig die Zukunft gestalten
„Lernen von den Besten“ war das Motto des Ende Juni im Wiener Museumsquartier stattgefundenen Wiener Stadtwerke-Expertenforums, bei dem hochrangige Experten aus dem In- und Ausland über Probleme, Zielsetzungen und Chancen von Nachhaltigkeitsprozessen diskutierten.

Auf dem Podium beim Wiener Stadtwerke-Expertenforum, v. l.: Michael Gessner (Stadtwerke Düsseldorf), Thomas Loew (Institute 4 Sustainability), Gerald Gross (ORF-Moderator), Wolfgang Zengerling (Henkel KGaA), Martin Krajcsir (Vorstandsdirektor Wiener Stadtwerke)
Hohes Verantwortungsbewusstsein für Umwelt, Gesellschaft sowie die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Unternehmen der Wiener Stadtwerke schon immer geprägt. Diese tragen zweifellos mit ihren Infrastrukturdienstleistungen wesentlich zur international anerkannt hohen Lebensqualität Wiens bei, die sie auch für die Zukunft sichern wollen.
Das passiert nicht von allein, und es reicht auch nicht, einfach „irgendwie“ verantwortungsbewusst zu handeln. Im Interesse der Eigentümer und somit im Interesse der Wiener Bevölkerung starteten die Wiener Stadtwerke deshalb einen Prozess, bei dem genau definiert wird, was für die Wiener Stadtwerke und ihre Tochtergesellschaften Wien Energie, Wiener Linien, Bestattung Wien und die Beteiligungmanagementgesellschaft BMG unter nachhaltigem Handeln zu verstehen ist, was die Ausgangssituation ist, was die Ziele sind und wann und wie diese erreicht werden sollen.
Vorzeigeunternehmen im Mittelpunkt
Beim Nachhaltigkeits-Expertenforum standen Erfahrungsberichte von Vorzeigeunternehmen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung im Mittelpunkt. Mit namhaften Experten wurden nicht nur Erfolge, sondern auch ausgiebig Probleme und Hürden bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten angesprochen. Diskutiert wurden unter anderem aktuelle und zukünftige Herausforderungen sowie Optimierungspotenziale.
Modernes Management geht weit über die bloße ökonomische Ebene hinaus – darüber waren sich alle Diskutanten einig.
Sepp Rieder
Vizebürgermeister,
Stadtrat für Finanzen,
Wirtschaft und Wiener Stadtwerke
„Die Wienerinnen und Wiener wollen wissen, welche Leistungen sie für ihr Geld bekommen. Und damit meinen sie nicht nur, wie pünktlich die Wiener Linien fahren oder wie günstig Fernwärme und Gas sind, sondern sie wollen auch gleichzeitig sichergehen, dass diese Leistungen z. B. nicht mit schlechten Arbeitsbedingungen oder unvertretbaren Eingriffen in die Umwelt verbunden sind.“ |
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Felix Joklik
Wiener Stadtwerke-Generaldirektor
„Als kommunal tief verankertes Unternehmen ist es für die Wiener Stadtwerke selbstverständlich, verantwortungsbewusst in die Zukunft zu schauen. Nachhaltigkeit zahlt sich aus, und ökonomischer Erfolg kann nur Hand in Hand mit ökosozialer und gesellschaftlicher Verantwortung gehen.“
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Martin Krajcsir
Wiener Stadtwerke-Vorstandsdirektor
„Ein verantwortungsbewusstes Unternehmen ist nicht nur dem Eigentümer verpflichtet, sondern berücksichtigt auch die Auswirkungen seiner Entscheidungen auf Gesellschaft und Umwelt. Ganz besonders gilt dies für einen Infrastrukturdienstleister im Bereich der Daseinsvorsorge.“
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Andrea Schnattinger
Wiener Umweltanwältin
Die Stadt Wien hat bereits viele Meilensteine auf dem Weg zur Nachhaltigkeit gesetzt. „Nachhaltigkeitsberichte sollen nicht der Gefahrenabwehr dienen. Wichtig sind ein starkes Commitment zur Nachhaltigkeit und der Fokus darauf, was langfristig das Beste ist. Das können Betriebe von Kommunen lernen.“
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Michael Gessner
Stadtwerke Düsseldorf
Das einstmals rein kommunale Versorgungsunternehmen mit den Kernaufgaben Energie, Trinkwasser, Contracting, Entsorgung und Consulting hat 2003 seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht publiziert. „Transparenz und auch das Benennen von ungelösten Problemen verhelfen den Nachhaltigkeitsberichten der Stadtwerke Düsseldorf zu besonders hoher Glaubwürdigkeit.“
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Wolfgang Zengerling
Henkel KGaA,
Düsseldorf
Der Konsumgüter- und Klebstoffproduzent hat sich die schwierige Aufgabe gestellt, weltweit unter unterschiedlichsten Voraussetzungen nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich zu handeln. „Bei Henkel ist jeder einzelne unserer 52.000 Mitarbeiter für Nachhaltigkeit zuständig.“
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Thomas Loew
Institute 4 Sustainability, Berlin
Das 2005 gegründete Institut bietet Forschung und Beratung in Corporate Social Responsibility (CSR) und nachhaltiger Unternehmensführung an. Der Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und sozialen Aspekten sollte engagierten Unternehmen zentrales Anliegen sein. „Unternehmen müssen Wege finden, wie sich nachhaltiges Engagement auch ökonomisch rechnet.“
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