HEIZEN, WOHLFÜHLEN UND SPAREN:
Tipps für kalte Tage
Die Heizsaison steht bevor. Mit der Berücksichtigung einfacher Tipps kann man ein gesundes Raumklima schaffen, ohne dabei Energie zu verschwenden.

Zu Beginn jeder Heizperiode gehört das Heizsystem vom Installateur überprüft und gereinigt. Ebenso soll der Wasserstand im Heizsystem vor der Erstinbetriebnahme nach der warmen Jahreszeit kontrolliert werden. Ausreichend Wasser garantiert einen optimalen Anlagendruck.
Als Richtwert gilt: Je größer der Abstand vom Heizkessel zum letzten Heizkörper, desto höher der Leitungsdruck.
Ein Beispiel: Befindet sich der letzte Heizkörper im Haus in 10 Meter Höhe, entspricht das am Manometer 1 bar, bei 12 Meter Höhe 1,2 bar. Ist der Wasserstand zu niedrig, muss Wasser in die Heizungsanlage nachgefüllt werden.
Wichtig ist auch das Entlüften der Heizkörper vor jedem Winter. Luft in den Heizungsradiatoren erkennt man daran, dass trotz voll geöffnetem Ventil der Heizkörper kalt bleibt oder ein „Glucksen“ zu hören ist. Luft im Heizsystem kann bis zu 15 Prozent mehr Energie kosten.

Moderne Gas-Brennwertgeräte sparen bis zu 40 Prozent Energie.
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Tipps zum richtigen Heizen
- Heizkörper frei halten! Montierte Trockenstangen mit nassen Wäschestücken schlucken bis zu 20 Prozent Wärme.
- Möbel nicht zu nahe zum Heizkörper stellen!
- Ventile während der Nachtstunden nicht drosseln! Die Nachtabsenkung der Zentralheizung sorgt dafür, dass in der Nacht nicht zu stark geheizt wird. Bei zusätzlich abgedrehten Heizkörpern kühlen die Räume zu sehr aus. Die Folge: Morgens wird zuviel Energie benötigt, um die Wände wieder aufzuwärmen.
- Lüften: kurz, aber bei ganz geöffneten Fenstern! Die Räume schnell und gründlich lüften! Dauerlüften lässt die Wände auskühlen und begünstigt Schimmelbildung und schwarze Flecken. Die Faustregel fürs richtige Lüften während der kalten Jahreszeit: zwei Mal täglich, maximal fünf Minuten pro Raum. Je kälter es draußen ist, umso kürzer lüften, da der Luftaustausch rascher vor sich geht. Wichtig: Raumthermostat während des Lüftens zurückdrehen.
- Temperaturen zum Wohlfühlen: Zum Schlafen benötigen wir weniger Wärme als im Wohnzimmer oder Bad. Allgemein sind folgende Temperaturen sinnvoll: Wohnzimmer 20–22 Grad, Schlafzimmer 16–19 Grad, Kinderzimmer 20 Grad. Pro Grad niedrigerer Temperatur spart man bis zu sechs Prozent Energie.
- Vorhang auf! Wenn bodenlange Vorhänge die Heizungsradiatoren verdecken, kann sich die Wärme nicht ausbreiten und der Energieaufwand steigert sich um bis zu 40 Prozent.
- Rollläden und Rollos hinunter! Diese Schattenspender vergrößern die isolierenden Luftpolster und verringern dadurch die Wärmeverluste. Durch Schließen der Rollläden während der Nachtstunden kann bis zu 15 Prozent an Heizenergie eingespart werden. Voraussetzung dafür ist ein dichter Rollladen sowie ein wärmegedämmter Rollladenkasten.
- Fenster dicht machen! Schlecht abgedichtete Fenster kosten Energie. Die Dichtheit von Fensterfugen und Rahmen gehört überprüft.
- „Urlaub“ für die Heizung: Während der Sommermonate die Ventile nicht ganz zudrehen! Das verhindert das Verkleben der Ventilsitze.
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