Nr. 182/2006

DER AKTUELLE WIEN ENERGIE-TIPP:
Handwäsche gegen Geschirrspüler chancenlos
Ein moderner Geschirrspüler mit 60 cm Breite benötigt pro Waschgang lediglich 10 bis 15 Liter Wasser und rund eine Kilowattstunde Strom. Dagegen ist Handwäsche chancenlos. Eine Stunde Zeitgewinn gibt es als Zusatzbonus.



Noch wasser- und energiesparender kann man
perfekte Spülergebnisse nicht erzielen.

Ein Spültest an der Uni Bonn macht den Unterschied deutlich. Durchschnittlich benötigt die Handwäsche fünfmal so viel Wasser und fast doppelt so viel Energie wie der Geschirrspüler. Die neue Generation von Spülmaschinen mit Energieeffizienzklasse A macht das möglich.

Auch der Zeitgewinn ist beeindruckend. Um dasselbe Spülergebnis bei der gleichen Geschirrmenge zu erreichen, benötigt laut Studie die Handwäsche für zwölf Maßgedecke rund eine Stunde länger als das Befüllen und Ausräumen des Geschirrspülers.

Das bedeutet im Falle eines 2-Personen-Haushalts im Jahr etwa 14 achtstündige Arbeitstage oder fast drei Arbeitswochen Zeitersparnis.



Moderne Spültechnik schützt wertvolle Gläser.
Mehr Infos im Wien Energie-Haus.

Was darf alles in den Geschirrspüler?
Im Allgemeinen können alle im Haushalt verwendeten Geschirrarten und -teile in der Maschine gespült werden. Doch einige Einschränkungen gibt’s, weil
• Porzellan mit Dekor auf Glasur oder mit Goldrand verblassen kann,
• grobporige Keramik Wasser aufsaugen und bei Erwärmung Risse in der Glasur bilden kann,
• Holzbretter oder Holzgriffe ausbleichen und Risse bekommen können und
• sich heißwasserempfindliche Kunststoffteile verformen können.



Fachleute vom Wien Energie-Haus erläutern werbewirksame Begriffe und Schlagwörter zum Thema Geschirrspüler.

 

 

Richtiges Spülen in der Maschine

• Grobe Speisereste in den Abfall entsorgen.
• Geschirr nicht mit der Hand vorspülen.
• Geschirr so einräumen, dass alle Flächen von den Wasserstrahlen getroffen werden können.
• Geschirrspüler möglichst voll beladen, dabei Berührung der Geschirrteile untereinander vermeiden.
• Reiniger, Klarspüler und Regeneriersalz einzeln oder als Systemprodukt entsprechend der Herstellerempfehlung einsetzen.
• Spülprogramm und -temperatur nach Geschirrart und Verschmutzungsgrad mit Hilfe der Herstellerangaben auswählen.

Fragen beantworten die Energie-
berater/-innen im

Wien Energie-Haus

Wien 6, Mariahilfer Straße 63
Tel.: (01) 58 200, Fax: DW 9580
E-Mail: haus@wienenergie.at
Internet: www.wienenergie.at
Mo.–Mi. 9–18 Uhr, Do. 9–20 Uhr,
Fr. 9–15 Uhr


Wussten Sie schon, …

dass sich ein 2-Personen-Haushalt, der zweimal pro Woche die Spülmaschine in Betrieb nehmen muss, im Jahr durchschnittlich 5.500 Liter Wasser gegenüber der Handwäsche erspart?
dass ein Aquasensor in einem Geschirrspüler dafür sorgt, dass nur so viel Wasser verbraucht wird, wie es die Verschmutzung des Geschirrs verlangt?
dass es Geschirrspüler gibt, deren Geschirrkörbe individuell anpassbar sind und dadurch die Befüllung des Geräts optimieren?
dass auch benutztes Geschirr problemlos über Tage im Geschirrspüler gesammelt werden kann? Eventuell wachsende Keime auf dem Geschirr werden auch unter ungünstigsten Umständen wie niedriger Spültemperatur und kurzen Programmen immer noch mindestens um den Faktor einhunderttausend reduziert.
dass viele Geschirrspüler mit einem Mehrfach-Wasserschutz oder einem Aqua-Stop ausgestattet sind? Diese Systeme schützen zuverlässig vor Wasserschäden.