FAHRZEUGTEST IM KLIMA-WIND-KANAL:
Eiszeit für neuen Autobus
Im Oktober wurde erstmals ein Autobus der Wiener Linien im weltweit größten Klima-Wind-Kanal von Rail Tec Arsenal in Wien Floridsdorf einem „Härtetest“ unterzogen. Dabei wurde der klimatisierte Niederflurbus erst Wind und Schnee und dann der Wärme ausgesetzt.

Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und Wolfgang Palz, Geschäftsführer von Rail Tec Arsenal, beim Test im Klima-Wind-Kanal.

Auch extreme Wetterbedingungen überstand der Bus unbeschadet.
Im Klima-Wind-Kanal kann Wetter auf Knopfdruck erzeugt werden. Unter real simulierten extremen Wettereinflüssen wurde der dreitürige Flüssiggas-Bus auf seine Einsatztüchtigkeit unter Extrembedingungen überprüft.
Erst gab es bei minus sieben Grad einen Kaltstart des Busses, es folgten Funktionstests der Türen, der Scheibenwischer, der Scheibenheizungen, der Heizung und der Klimaanlage.
Nach dem Kältetest wurde die Temperatur hinaufgefahren, und der Autobus wurde Sonneneinstrahlung und Wärme bei Plusgraden ausgesetzt. Die Tests verliefen positiv.
Durch den Versuch im Klima-Wind-Kanal wissen die Wiener Linien, ob das Fahrzeug den von ihnen definierten Qualitäts- und Sicherheitskriterien unter diversen Witterungsbedingungen entspricht. Das Unternehmen kann dadurch erkennen, ob einerseits das Fahrzeug – auch unter extremen Wettereinflüssen – einwandfrei funktioniert und ob es andererseits noch Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich der Fahrzeugherstellung oder im Hinblick auf technische Anforderungen gibt.
Dementsprechend können die Wiener Linien dann auf die Ergebnisse reagieren und beim Hersteller entsprechende Änderungswünsche für neue Fahrzeuge, die bestellt werden, bekannt geben. Künftig wollen die Wiener Linien weitere Fahrzeuge im Klima-Wind-Kanal „auf Herz und Nieren“ überprüfen.
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