EINE DEUTSCHE STUDIE LÄSST AUFHORCHEN:
Weniger Schimmelpilze durch Gasetagenheizung
Schimmelpilze in Wohnungen sind ein weit verbreitetes Problem. Sie können die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner gefährden und zudem den Wert des Gebäudes beeinträchtigen.


Schimmel kann in Extremfällen zu Erkrankungen der
Atemwege und zu Allergien führen. Informationen zum
Thema Schimmelpilz und wie dieser zu vermeiden ist,
erhält man bei den fachkundigen Beratern im Wien Energie-Haus.
In diesem Zusammenhang liefert eine wissenschaftliche Studie des Bremer Energie Instituts interessante Ergebnisse. Demnach wird in Wohnungen mit Gasetagenheizung deutlich seltener Schimmelpilzbildung beobachtet als in Wohnungen, die durch eine Gebäudezentralheizung beheizt werden.
Gasetagenheizungen sind meistens in den Wohnungen installiert. Größtenteils sind dies Heizanlagen, die ihre Verbrennungsluft der Raumluft entnehmen. Die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit wird beim Anlagenbetrieb mit dem Abgas über den Kamin nach außen geführt.
Außerdem besteht bei raumluftabhängigen Geräten über die so genannte Strömungssicherung ein offener Zugang der Raumluft zum Rauchfang. Feuchtigkeit wird folglich auch dann abgeführt, wenn nicht geheizt wird.

Ein typischer Fall: Schimmel hinter der Sitzgarnitur.
Beachtliche Forschungsergebnisse
Für die Studie wurden 923 Wohnungen mit unterschiedlichen Heizsystemen untersucht. Am häufigsten wurde Schimmelpilzbefall in jenen Räumen wahrgenommen, die als Schlafraum genützt wurden.
In 41 Prozent der Wohnungen ist mehr als ein Raum betroffen. Weiters wurde beobachtet, dass die Zahl der in der Wohnung lebenden Personen einen deutlichen Einfluss auf Schimmelpilzbefall hat. Je höher die Personenzahl, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Befall.
Zimmerpflanzen, Aquarien oder dichte Fenster tragen, laut Ergebnis der Studie, nicht zur Bildung von Schimmelpilzen bei.
Quelle:
Klaus-Dieter Clausnitzer: „Vermeiden Gasetagenheizungen Schimmelpilze?“, Hrsg.: Bremer Energie Institut, Bremen 2006
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