Nr. 183/2007

KUNST UND KULTUR BEI WIEN ENERGIE FERNWÄRME:
Die Faszination des Mülls
Am 28. Februar startet im Rahmen der Kunstreihe „Heiß und Kalt“ die neue Ausstellung „De Natura Sonoris“ bei Wien Energie Fernwärme.



Ulf Langheinrich präsentiert im Rahmen seiner Ausstellung bei
Wien Energie Fernwärme den Produktionsprozess
der Müllbehandlung und der Müllverbrennung.

Frei übersetzt bedeutet der Titel so viel wie „Über den Klang der Natur“. Ausgangspunkt der Arbeiten von Ulf Langheinrich ist die Überlegung, den Produktionsprozess der Müllbehandlung und die Verbrennung des Mülls zum Gegenstand der künstlerischen Auseinandersetzung zu machen.

Der in Deutschland geborene und in Ghana lebende Künstler kletterte für die Vorarbeiten zu dieser Ausstellung sogar selbst in den Müllbunker der Abfallbehandlungsanlage Spittelau. Er filmte und fotografierte den riesigen Müllberg und nahm die bei der Müllverarbeitung entstehenden Geräusche auf Tonband auf.

„Ich bin in Deutschland in einer Industriegegend aufgewachsen. Schmutz und Gestank haben für mich daher etwas sehr Ursprüngliches und Natürliches.“

Langheinrich begann seine künstlerische Karriere 1988 in Wien. Er präsentierte seine Arbeiten unter anderem im Kunsthaus Wien, im Museum für angewandte Kunst und in den „Museums for Modern ARTs“ in Lyon, Montreal und Seoul. 2001 zeigte er seine multimedialen Installationen auf der Biennale in Venedig.

Langheinrich arbeitet lieber an seinen Kunstwerken, als darüber zu sprechen. Er lässt sich dennoch zu einer philosophischen Aussage hinreißen, wenn er über den Abfall nachdenkt: „Der riesige Müllberg, das ist eine Ursuppe, die anschließend zermalmt wird“.

Die Besucher/-innen erwartet im Rahmen der Ausstellung eine optisch und akustisch sinnliche Begegnung mit dem Müll. Präsentiert werden kunstvolle Verschmelzungen von großformatigen Bildern mit filmischen Installationen und Live-Sounds.

Die Ausstellung

„De Natura Sonoris“
Ulf Langheinrich

ab 28. 2. 2007
im Foyer der Fernwärme Wien,
Wien 9, Spittelauer Lände 45.

Der Eintritt ist frei.