Nr. 183/2007

BESTATTUNG WIEN FEIERT GEBURTSTAG:
Zum 100er im neuen Gewand
Vor 100 Jahren, 1907, wurde die „Gemeinde Wien – Städtische Leichenbestattung“, die heutige Bestattung Wien, gegründet. Sie ging aus zwei bestehenden Unternehmen hervor: der „Entreprise des Pompes Funèbres“ und der „Concordia“.



Reitkünste waren in den Anfangsjahren der Bestattung Wien ein Muss.

Das Unternehmen startete mit 278 „Bediensteten“, das Personal der beiden Betriebe – vom Bürodiener bis zum Kutscher – wurde übernommen. Heute zählt die Bestattung Wien rund 340 Mitarbeiter, von denen 60 im „Abholdienst“ tätig sind. Dieses Team versieht seine Aufgabe seit Kurzem in neuen Uniformen.

Hauptsitz mit Tradition
Die Zentrale der Bestattung Wien befindet sich seit der Gründung des Unternehmens vor 100 Jahren in Wien 4, Goldeggasse 19, einem Gebäude mit riesigem Innenhof.

In den Garagen, wo heute die so genannten Glaswägen der Bestattung Wien geparkt sind, waren früher die Kutschen abgestellt. Auch die Stallungen lagen dort.



Zurückhaltend elegant und funktionell: die neuen Uniformen
der Mitarbeiter der Bestattung Wien, die Verstorbene zu den Friedhöfen bringen.

Hoch zu Ross um 1910
Verstorbene wurden in den ersten zwei Jahrzehnten der Bestattung Wien fast ausschließlich mit Pferdekutschen zu den Friedhöfen gebracht. Das strenge und repräsentationsbewusste spanische Hofzeremoniell war Vorbild für die Uniformen.

Bis Ende der 50er-Jahre trugen jene Mitarbeiter, die Verstorbene von zu Hause und heute vor allem von Spitälern und Altersheimen abholen, enge schwarze Hosen in hohen Stiefeln, eine knapp sitzende Jacke und einen Zweispitz.

Offiziös in den 50ern
Ende der 50er-Jahre erhielt der Abholdienst ein „modernes“ Outfit: dunkelgraue Anzüge mit Zweireiher, komplettiert durch Schirmkappe und Krawatte. Diese polizeiähnliche Uniform wirkte im Stadtbild wesentlich unauffälliger als die bislang getragene mit historischen Wurzeln.

Dennoch war es Mitarbeitern der Bestattung Wien „im Dienstkleid“ bis Ende der 60er-Jahre verboten, öffentliche Verkehrsmittel zu benützen. Und es ist bis heute nicht üblich.

 

Die Kleidung der Mitarbeiter in den 50er-Jahren (links) und jene von heute

Kleidsam zum Jubiläum 2007
Mehrere stilistische Anpassungen hatten zur Folge, dass die Kleidung des Abholdienstes der Bestattung Wien zuletzt zwar der anstrengenden körperlichen Aufgabe, nicht aber der Schwere des Moments gerecht wurde, wenn Angehörige von einer geliebten Person Abschied zu nehmen haben.

So wurden im 100. Jahr der Bestattung Wien neue Uniformen ins Leben gerufen: zurückhaltend elegante, anthrazitgraue Sakkos über hellgrauen Hemden und mittelgrauen Hosen. Und für die Wintermonate Anoraks in einem ebenfalls dunklen Grau.

Bestattung Wien
Tel. (01) 501 95-0 (täglich rund um die Uhr)
www.bestattungwien.at