Nr. 185/2007

WIENER STADTWERKE SPONSERN WIEN MUSEUM:
Am Gänsehäufel. Ein Strandbad wird 100
Das Bad in der Alten Donau zählt zu den großen Konstanten kommunaler Freizeitangebote. Sommerliche Badetage im Gänsehäufel – das bedeutet für viele Wienerinnen und Wiener nicht nur eine angenehme Erfrischung zwischendurch, sondern auch „echter Urlaub“ in der Stadt.



Gänsehäufel-Prospekt, 1950

In seinen Anfängen noch am „Rande der Stadt“, mehr natürliche Insel mit Sonnenkuren und Sandbädern denn organisierte Badeanstalt, entwickelte sich das Gänsehäufel über die Jahrzehnte zu einem technisch hochkomplexen Bad mit ungewöhnlich dichter Natur-Atmosphäre und denkmalgeschützter Architektur.

Von seinen Kapazitäten her immer schon zu den größten Bädern Wiens zählend, unterstützt durch Verwaltung, Kunst und Politik, wurde das Bad zu einem emotional aufgeladenen, Identität stiftenden und mythologisch dichten Ort (siehe z. B. die Fernsehserie „Kaisermühlen Blues“).

Die Ausstellung im 2. Stock des Wien Museum Karlsplatz versucht, wesentliche Stationen des Werdeganges dieses kommunalen Bades nachzuerzählen.

Gänsehäufel-Mythen
Aber auch an den Gänsehäufel-Mythen wird ein wenig gekratzt. Neben der Architektur und der technischen Infrastruktur setzt sich die Schau mit den natürlichen Voraussetzungen dieses Sommer-Ortes, seiner behördlichen Kontrolle, aber auch mit der Bade- und Schwimmkultur, vermeintlicher Erotik sowie den spezifischen Bild-Traditionen auseinander.

Vor allem aber mit den vielen tausenden Gästen und „Urlaubern“, für die Wien ohne ihr Bad in der Alten Donau schlichtweg unvorstellbar wäre.

Die Wiener Stadtwerke sind der Hauptsponsor des Wien Museum. „24 Stunden für Wien“-Leser/-innen erhalten mit dem Gutschein auf dieser Seite ermäßigten Eintritt um 3 Euro.

Die Ausstellung

Am Gänsehäufel.
Ein Strandbad wird 100

Wien Museum Karlsplatz, Wien 4

19. Juli bis 7. Oktober 2007
Di. bis So. und Feiertag, 9 bis 18 Uhr.
Mehr Infos zum Wien Museum unter www.wienmuseum.at