Nr. 187/2007

FERNWÄRME – EIN UMWELTFREUNDLICHER TIPP:
Mit Fernwärme CO2 einsparen
Der Klimawandel und seine Folgen sind in aller Munde. Vor allem die weltweit viel zu hohen CO2-Emissionen stehen im Zentrum der Kritik. Mit Fernwärme werden in Wien jährlich mehr als eine Million Tonnen an Kohlendioxid eingespart.

Rund 27,7 Prozent der benötigten Wärme werden in Wien durch die Verbrennung von Müll erzeugt. Weitere 68,2 Prozent werden durch den Einsatz der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung, also der gleichzeitigen Produktion von Strom und Fernwärme, abgedeckt.

Insgesamt stammen demnach knapp 96 Prozent der Wärme aus Abwärme und der Stromerzeugung, und nur vier Prozent werden in Spitzenheizwerken durch den Einsatz von Primärenergie erzeugt.

Jährlich rund 1.257 Millionen Tonnen CO2-Emissionen weniger
Diese Brennstoffeinsparung bedeutet gleichzeitig eine starke Reduktion der Emissionen. Nicht umsonst ist der Ausbau der Fernwärme ein wichtiges Programm – sowohl in der Urbanen Luft Initiative als auch im Klimaschutzprogramm der Stadt Wien.

In Zahlen ausgedrückt weist Fernwärme in Wien CO2-Emissionen von 132 Kilogramm pro Megawattstunde auf, während eine Ölheizung auf rund 375 Kilogramm CO2 pro Megawattstunde Nutzenergie kommt.

Insgesamt werden durch die Fernwärme in der Bundeshauptstadt jährlich CO2-Emissionen von rund 1.257 Millionen Tonnen vermieden. Rechnen wir nach: Ein Klein-Pkw wie etwa ein VW Lupo kommt bei einer durchschnittlichen Jahreskilometerleistung von 12.500 Kilometer auf einen CO2-Ausstoß von 1.300 Kilogramm.

Fernwärme in Wien erspart uns also mehr als 900.000 VW Lupos im Jahr.