CO2-EMISSIONEN SORGEN AUCH FÜR HITZIGE DISKUSSIONEN:
Dicke Luft
Spätestens seit dem letzten „Jahrhundert-Sommer“ diskutiert die ganze Welt über ein Thema: die zu hohen CO2-Emissionen und die daraus resultierende Klimaerwärmung. Täglich werden wir in den Medien mit neuen Erkenntnissen, Daten und Fakten konfrontiert, die ebenso informativ wie kontrovers sind. Wer kennt sich da noch aus?

Kohlendioxid ist in hohem Maß für das lebensfreundliche Klima
der Erde mitverantwortlich. Weltweit sind sich Experten einig:
Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um der globalen Erwärmung entgegenzuwirken.
Im Sommer listete eine große deutsche Tageszeitung sämtliche „CO2-Sünden“ auf, die jeder von uns fast täglich begeht. Wer sein Haar beispielsweise mit einem Haarfön drei Minuten trocknet, stößt indirekt 47,7 g CO2 aus. Die Lufttrocknung käme natürlich ohne die Produktion von CO2 aus.
Der eine mag sich daraufhin über die Klima-Panikmache in den Medien oder die Abwälzung des Problems auf den „kleinen Bürger“ geärgert haben, der andere sah sich im Geiste vielleicht schon mit einer schicken Kurzhaarfrisur. Viele werden sich jedoch gefragt haben: „Mein Fön? CO2? Nicht nur heiße Luft?“
Was ist CO2?
Kohlenstoffdioxid, mit der chemischen Formel CO2, ist ein farb- und geruchloses Gas und ein natürlicher Bestandteil unserer Luft. Es entsteht unter anderem bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen wie z. B. Holz, Kohle, Gas oder Benzin.
Das bedeutet weiters: Wenn jemand ein Gerät an die Steckdose steckt und Strom verbraucht, und sei es auch nur ein kleiner Haartrockner, stößt er indirekt CO2 aus.
Für den Menschen, der übrigens auch selbst CO2 „erzeugt“ und über seine Atmung an die Umgebung abgibt, ist CO2 lebensnotwendig, denn Kohlenstoffdioxid ist in hohem Maß für das lebensfreundliche Klima der Erde mitverantwortlich.
Gemeinsam mit anderen Gasen sorgt CO2 dafür, dass die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche nicht –18 Grad Celsius, sondern durchschnittlich +15 Grad Celsius beträgt.
Tendenz steigend
Im Verlauf der Erdgeschichte war der CO2-Anteil in der Erdatmosphäre sehr großen Schwankungen unterworfen, die verschiedene – biologische, chemische und physikalische – Ursachen hatten.
So lag er vor ca. 300 Mio. Jahren wahrscheinlich bei mindestens 1.400 ppm (Parts per million, eine relative Maßangabe). In den letzten 10.000 Jahren blieb der Anteil relativ konstant bei 280 ppm, erhöhte sich jedoch mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert auf bislang 380 ppm (2005) – Tendenz weiter steigend.
Der Treibhauseffekt
In der Natur wird CO2 durch Pflanzen im Rahmen der Photosynthese wieder abgebaut. Nimmt der CO2-Anteil in der Atmosphäre jedoch zu, der pflanzliche Abbau hingegen beispielsweise durch erweiterte landwirtschaftliche Nutzung weiter ab, dann kommt es zu einem Ungleichgewicht, das zum anthropogenen, also vom Menschen verursachten, Treibhauseffekt beiträgt.
Diese Entwicklung führt nach Meinung eines Großteils der Wissenschaftler zur globalen Erwärmung mit weitreichenden Folgen.
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