Nr. 191/2008

DIE WIENER ENERGIEVERSORGER:
Topfit für die Fußball-EM 2008
Wien Energie ist für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz bereits bestens gerüstet – natürlich auch für den Ernstfall.



Die Fan-Zonen und das Einzugsgebiet werden während der Fußball-EM
von Wien Energie Gasnetz verstärkt mittels Gasspürern überwacht.

Wien Energie Fernwärme hat die jährliche Revision in der thermischen Abfallbehandlungsanlage Spittelau, die normalerweise zwischen Mitte Juni und Mitte Juli zwecks Inspektion, Reinigung und Reparaturarbeiten vorgenommen wird und für eine Woche zum Total-Stillstand führt, wegen der Fußball-EM 2008 in den Herbst verschoben.

Europameisterschaft ist „wie 20 Donauinselfeste hintereinander“
Der Grund: das zu erwartende Plus an Müll in und um die Stadien, bei Public-Viewing-Standorten, in der Innenstadt und natürlich entlang der Fan-Zone auf der Ringstraße, den es zu entsorgen gibt.

„Die EM hat eine Größenordnung wie 20 Donauinselfeste hintereinander“, versucht es Franz Bischof, EURO-Beauftragter der für die Müllentsorgung zuständigen Wiener Magistratsabteilung 48 in Worte zu fassen. Wie viele Tonnen zusätzlicher Mist auf die Bundeshauptstadt zukomme, könne er aber nicht beziffern.

Aber sowohl bei Wien Energie Fernwärme als auch bei der MA 48 ist man für den Ernstfall bestens gerüstet. Und: Für alle, die während der gemeinsamen Europameisterschaft Österreich/Schweiz in Wien für die Müllentsorgung zuständig sind, gilt natürlich zwischen 7. und 29. Juni 2008 die Urlaubssperre.

Die tägliche Reinigung der Fan-Zone beginnt um 2 Uhr Früh und wird bis 9 Uhr abgeschlossen sein. Dazu stockt die MA 48 die Nachtschicht von normalerweise 50 auf 130 Mann auf.



Die thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau von Wien Energie Fernwärme
ist für den „Euro-Müll“ bestens gerüstet.

Mehr Klärschlamm durch häufigere Toiletten-Benützung
Aber auch mit einem anderen erhöhten „Müllaufkommen“ rechnen die Zuständigen während der Fußball-Europameisterschaft. Benutzen mehr Menschen häufiger die Toiletten, entsteht mehr Schlamm in den Kläranlagen.

Dieser Klärschlamm wird in der Sonderabfall- und Klärschlammverbrennungsanlage von Wien Energie Fernwärme in der Simmeringer Haide verwertet, weshalb die Verbrennungsöfen auch in dieser Anlage während der Fußball-EM auf Hochtouren laufen werden.

Zusätzlicher Strom für Ernst-Happel-Stadion und Fan-Zone
Wien Energie verlegt vor den Hospitality-Zelten des Europäischen Fußball-Verbands (UEFA) vor dem Ernst-Happel-Stadion zwei Kilometer lange 10.000-Volt-Kabel.

Weiters stellt Wien Energie in ganz Wien und vor allem rund um die Fan-Zone, auf der täglich rund 70.000 Fußball-Fans erwartet werden, zusätzliche Trafostationen auf, damit die Fußball-EM mit Sicherheit nicht nur sportlich unter Strom steht. Diese Trafostationen werden übrigens durch Werbetafeln und andere Maßnahmen vor Vandalismus geschützt.



Zusätzlicher Strom für das Ernst-Happel-Stadion:
zwei Kilometer lange 10.000-Volt-Kabel

Strom für die Fußball-EM: sicher und umweltfreundlich
Der zusätzlich benötigte Strom während der Europameisterschaft kommt in Wien direkt aus dem öffentlichen Netz und nicht aus Aggregaten. Der große Vorteil für die Umwelt: ein erheblich reduzierter Ausstoß von Kohlendioxid.

Auf der Fan-Zone würden bei Verwendung von Aggregaten im Zeitraum der EM nach Berechnungen von Wien Energie 515 Tonnen CO2 emittiert, beim Ernst-Happel-Stadion (inklusive Mediencenter) wären es 972 Tonnen.

Durch die direkte Einspeisung aus dem öffentlichen Netz – also aus den Wien Energie-Kraftwerken – ergibt sich bei der Fanzone und dem Bereich Stadion eine Reduktion des CO2-Ausstoßes von 743 Tonnen.

Auch wegen der weitaus höheren Stickoxidemission bei Aggregat-Dieselmotoren und der größeren Ruß- und Staubbelastung hat sich Wien Energie gegen die Verwendung von Aggregaten entschieden. Eine Entscheidung für die Umwelt.

Störfälle? Überhaupt kein Problem!
Auch für Störfälle ist Wien Energie natürlich sehr gut gerüstet. Im Störungsdienst sowohl bei Strom, Gas als auch bei Fernwärme sind um ein Viertel mehr Mitarbeiter/-innen im Einsatz als üblicherweise.

Im Fall der Fälle rückt ein Störungstrupp aus, der sofort durch einen anderen ersetzt wird. Die Kommunikation wird über einen eigenen Funkkanal geführt, da während der EM Handynetzüberlastungen zu befürchten sind.



Direkte Einspeisung aus dem öffentlichen Netz (im Bild das
Wald-Biomasse-Kraftwerk Simmering) bewirkt in der Fan-Zone
und im Bereich Stadion weniger CO2-Ausstoß.

Umspannwerke sind rund um die Uhr besetzt
Die Umspannwerke von Wien Energie sind während der EM ausnahmsweise 24 Stunden mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt (ansonsten laufen diese Anlagen über einen ferngesteuerten Betrieb), um im Störfall jederzeit und blitzschnell eingreifen zu können.

Wie im Fall von Wien Energie Fernwärme wurden alle geplanten Revisionen auch bei Wien Energie Wienstrom und Stromnetz auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Sämtliche Anlagen werden vorher überprüft, damit während der Fußball-EM 2008 alle Leitungen und Anlagen – wie auch hoffentlich unser Fußball-Nationalteam in den Gruppenspielen gegen Kroatien (8. Juni), Polen (12. Juni) und EM-Favorit Deutschland (16. Juni) im Ernst-Happel-Stadion – topfit sind.

Totale Versorgungssicherheit natürlich auch während der Fußball-EM 2008
Wien Energie bietet zwei Millionen Menschen und 230.000 gewerblichen und industriellen Anlagen sowie öffentlichen Einrichtungen und 4.500 Landwirten in Wien und in angrenzenden Gebieten Niederösterreichs und des Burgenlands zuverlässig eine außerordentlich hohe Versorgungssicherheit und lückenlose Versorgung mit Strom, Gas und Wärme.

Mit einer derzeitigen Verfügbarkeit von Strom von 99,99 Prozent – Ausfälle gibt es fast nur durch außerordentliche Witterungseinflüsse oder werden durch Dritte verursacht – ist Wien Energie auch international betrachtet top.

Diese Spitzenstellung soll auch während des größten Sportereignisses, das es je in der Bundeshauptstadt gegeben hat – für die 23 Tage der Fußball-Europameisterschaft 2008 – unter Beweis gestellt werden.