Nr. 193/2008

SPARSAM HEIZEN MIT MODERNSTER ERDGAS-TECHNIK:
Kesseltausch bringt bares Geld
Veraltete Heizanlagen können die Heizkosten unnötig steigern. Ein Tausch macht Sinn – für die Umwelt und die Brieftasche.



Formschön und effizient: moderne Brennwertgeräte

Eine Auswertung der Statistik Austria lässt aufhorchen: Mehr als 30 Prozent aller installierten Heizkessel sind älter als 20 Jahre und somit dringend modernisierungsbedürftig. Österreichweit sind dies mehr als 600.000 Heizungen (Öl, Gas und Holz) und allein in Wien rund 110.000 Gas-Heizgeräte. Der Kauf einer neuen Heizanlage macht doppelt Sinn: Beachtliche Erdgasverbrauchs- und Emissionsreduktionen schonen die Umwelt und die eigene Brieftasche. Außerdem gibt es dafür in Wien interessante Förderungen.

Während bei Altanlagen durch Oberflächen-, Abgas- und Leitungsverluste zwischen 10 und 30 Prozent der eingesetzten Energie verloren gehen, erzeugt eine moderne Heizanlage mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik mehr als 90 Prozent tatsächlich nutzbare Wärme.
Besonderer Vorteil: Gaskessel der neuen Generation arbeiten besonders effizient mit modulierender Betriebsweise. Bei dieser Technik passt sich die abgegebene Wärmeleistung in einem weiten Bereich dem momentanen Bedarf an, ohne dass das Heizgerät sich an- oder ausschaltet. Konventionelle Brenner dagegen arbeiten stets mit voller Leistung und benötigen dadurch viele energieaufwändige Brennerstarts. Immerhin verbraucht eine Zündflamme eines alten Gaskessels (je nach Kesselgröße) jährlich bis zu 180 m3 Erdgas im Dauerbetrieb – ein wahrer Kostenfresser. Umgerechnet „verheizt“ man somit im Jahr bis zu 90 Euro.

Gut planen lohnt sich
So kann etwa der Austausch eines veralteten Gas-Heizgerätes auf eine moderne Gas-Brennwertanlage mit Solarsystem für die Warmwasserbereitung bzw. teilsolare Raumheizung bis zu 50 Prozent Energie einsparen. Im Fachhandel erhältliche Geräte-Kombinationen nützen die Synergie-Effekte aus den beiden Energieformen und sorgen so für eine Reduktion der Heizkosten.
Die Sonnenkollektoren decken etwa zwei Drittel des Warmwasserbedarfs (je nach Anlagengröße mehr oder weniger), und den Rest übernimmt das Erdgas-Brennwertgerät, das zugleich Heizwärme liefert. Ein Vergleich für umweltbewusste Energiesparer: Bei der Verbrennung von Erdgas entsteht neben Wärme hauptsächlich Kohlendioxid und Wasserdampf. Dieser Wasserdampf enthält Restwärme, die bei herkömmlichen Gasheizanlagen ungenutzt durch den Rauchfang verloren geht. Nicht so bei Brennwertgeräten: Die Restwärme wird durch Kondensation des Wasserdampfes zurückgewonnen und als zusätzliche Energie der Heizung zugeführt.

Infos zu Förderungen in Wien

Förderungen für Brennwertgeräte
• Neubau: einmaliger, nichtrückzahlbarer Förderbetrag in der Höhe von 1.500 Euro. Die Förderaktion ist mit 31. 12. 2008 befristet.
• Sanierung: Werden für die Bezahlung der Umstellung vorhandener Heizanlagen auf Gas-Brennwerttechnik anstelle eines Darlehens Eigenmittel im Ausmaß von 70 Prozent verwendet, kann ein einmaliger, nichtrückzahlbarer Betrag in der Höhe von 30 Prozent gewährt werden.

Förderungen für Solaranlagen
• Solaranlage zur Warmwasserbereitung: Der Zuschuss für die Errichtung beträgt 30 Prozent der förderbaren Investitionskosten. Zu einem Sockelbetrag von 1.000 Euro wird maximal ein Pauschalbetrag von 70 Euro pro Quadratmeter Absorberfläche zugeschossen.
• Solaranlage zur Warmwasserbereitung mit Raumheizungsunterstützung: Der Zuschuss für die Errichtung beträgt 40 Prozent der förderbaren Investitionskosten. Zu einem Sockelbetrag von 1.000 Euro wird maximal ein Pauschalbetrag von 100 Euro pro Quadratmeter Absorberfläche zugeschossen.

Mehr dazu im Internet unter www.wienenergie.at/gasnetz