FEUERHALLE IN SIMMERING:
Krematorium Wien wieder geöffnet
Ende Oktober sind die technischen Umbauarbeiten am Wiener Krematorium abgeschlossen.

Das Krematorium Simmering, Österreichs älteste Feuerhalle, wurde 1922 eröffnet.
Der denkmalgeschützte Bau aus dem Jahr 1922 wurde mit einer neuen Abgasreinigungsanlage und einem behindertengerechten Lift ausgestattet. Ein zusätzlicher unterirdischer Kühlraum wurde eingebaut. Damit entspricht das Krematorium nun höchsten Umwelt- und Komfortstandards.
Mehr als 5.000 Einäscherungen im Jahr
Jetzt können Angehörige wieder im Krematorium von ihren Toten Abschied nehmen. Während der Umbauarbeiten fanden Trauerfeiern in der Aufbahrungshalle 1 des Wiener Zentralfriedhofs statt. 2007 wurden 4.200 Verstorbene in der Feuerhalle Simmering eingeäschert. Hinzu kamen jene Toten, die sich dem Anatomischen Institut verschrieben hatten.
Feuerbestattung und Auferstehung
1923 fand die erste Einäscherung im Krematorium Wien statt. Die Verstorbene war eine Altkatholikin. Die römisch-katholische Kirche vertrat lange Zeit die Haltung, dass Feuerbestattungen unchristlich seien, weil sie eine Auferstehung verunmöglichten (auch Judentum und Islam lehnen Kremationen ab). 1966 setzte die Erzdiözese Wien die Feuerbestattung der Erdbestattung gleich.
www.krematoriumwien.at
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