Nr. 194/2008

ERSTER FRIEDHOF FÜR MUSLIME IN ÖSTERREICH:
Der neue Islamische Friedhof in Wien Liesing
Der Anfang Oktober fertig gestellte Islamische Friedhof bietet Platz für bis zu 4.000 Tote.

Die Gemeinde Wien stellte das 3,4 Hektar große, am Liesingbach gelegene Gelände zur Verfügung. Begrenzt wird es von Großmarktstraße, Haböckgasse und Laxenburger Straße.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft hat die Friedhofsbauten errichtet und wird den Friedhof auch betreiben.
Die Bestattung Wien unterstützte das Projekt unter anderem mit Know-how. Die Gräber werden von der Islamischen Glaubensgemeinschaft vergeben.

Zwölfeckige Verabschiedungshalle
Ein zwölfeckiger Ziegelbau, die Verabschiedungshalle, dominiert Wiens letzte Ruhestätte für Muslime. In einem weiteren Gebäude finden bereits seit 2007 rituelle Totenwaschungen statt. Auch ein Kühlraum für Verstorbene ist vorhanden. Für beide Einrichtungen kam die Bestattung Wien auf. Für den Friedhofswärter steht eine kleine Dienstwohnung bereit. Dieser wohnt permanent auf dem Gelände und ist auch für die Sicherheit zuständig. In die Friedhofsumgrenzung aus Wand und Bäumen ist ein Gittertor dort eingelassen, wo man nach Mekka schaut.

Schlichte, einheitliche Gräber
Muslime konnten bisher auf dem Wiener Zentralfriedhof in der Gruppe 27 ihre letzte Ruhestätte finden, sofern sie nicht in ihr Herkunftsland überführt wurden.
Auf dem neuen Friedhof ist eine Bestattung nach islamischen Glaubensvorschriften möglich – bis auf die Beisetzung selbst, die nach österreichischem Gesetz im Sarg erfolgt.
Laut islamischem Ritus wird der Leichnam in Leinentücher gehüllt beerdigt. Das Gesicht schaut nach Mekka.
Die Gräber werden schlicht und einheitlich gestaltet sein. Prunkvolle Grabstätten sind im Islam nicht üblich.

www.derislam.at

Bestattung Wien • Tel. (01) 501 95-0 (täglich rund um die Uhr) • www.bestattungwien.at